Opel-Mitarbeiter akzeptieren Einschnitte beim Gehalt

  • Die Zukunft des Eisenacher Opel-Werks bleibt ungewiss. Foto: ddp
In der Opel-Krise hängt jetzt alles an der Entscheidung der Bundesregierung über Staatshilfen für den angeschlagenen Autobauer: Die Opelaner hoffen auf eine positive Entscheidung, nachdem sie mit ihrer Zustimmung zu großen Opfern der Beschäftigten "ein starkes Signal in Richtung Politik" gaben.
Eisenach/Berlin. Das sagt Eisenacher Opel-Betriebsratsvorsitzende Harald Lieske im TLZ-Gespräch. Am kommenden Dienstag soll im wichtigen Lenkungsausschuss für den Deutschlandfonds in Berlin eine erste wichtige Weichenstellung vorgenommen werden.

Die Opel-Mitarbeiter akzeptieren in dem Konzept tiefe Gehaltseinschnitte. So entfällt eine tariflich vereinbarte Einmalzahlung, die Tariferhöhung von 2,7 Prozent wird auf Ende 2012 verschoben und Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden halbiert.

Im Gegenzug bietet der Zukunftsplan für Opel gerade dem Standort Eisenach eine Perspektive. Mit dem neuen Kleinwagen "Junior" erhält die Wartburgstadt eine eigene Produktionslinie, die drei Schichten im Werk werden erhalten, und es gibt eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2014.

Wenn sich der Bund einer Staatshilfe für Opel verweigert und GM den Sanierungsplan auch sonst nicht finanziert bekommt, sieht Lieske allerdings düstere Wolken am Horizont aufziehen: Dann wären nach seiner Einschätzung die Standorte Bochum und Eisenach stark gefährdet.


Hartmut Kaczmarek / 22.05.10 / TLZ
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