Denkmalschutzpreise nach Gera und Altenburg

  • Die Eichenberg-Villa in der Berliner Straße/Ecke Goethe-Straße in Gera. Foto: Elke Lier
Acht Preisträger hat die Jury beim Thüringer Denkmalschutzpreis gekürt, davon zwei aus Ostthüringen. 26 Bewerbungen waren eingegangen.
Erfurt. "Mit hohem persönlichen Engagement haben sich die Preisträger für eine denkmalgerechte und zeitgemäße Nutzung historischer Bausubstanz eingesetzt", lobte Kultusminister Christoph Matschie (SPD).

In der Kategorie Einzeldenkmal wird die Eichenberg-Villa in Gera bedacht. Sie ist eine der bedeutendsten neoklassizistischen Villen mit Gartenanlage von Gera und wurde 1887/89 für den Prokuristen der Firma Hirsch, Adolf Eichenberg, errichtet. Familie Christensen habe viel Kraft und Mühe in die denkmalgerechte Sanierung verwendet und ein hervorragendes Ergebnis erzielt, heißt es zur Begründung im Vorschlag der Stadt Gera für den Denkmalschutzpreis.

Auch die prächtige Innengestaltung von 1908 sei denkmalgerecht saniert. Kernstück der Villa ist das repräsentative Foyer mit gestalterischer Ausbildung in Anlehnung an die Wartburg mit Bezug auf den dortigen Erker an der Vorburg und den von Moritz von Schwind geschaffenen Fresken sowie der Holzdecke im Sängersaal. Ihr jetziger Besitzer René Christensen, der aus Dänemark stammt, wird für die ausgezeichnete Sanierung des herrschaftlichen Hauses und die authentische Nutzung mit dem Denkmalpreis geehrt. In der Villa befindet sich auch das Büro des Jungunternehmers, der zu den Wirtschaftsjunioren in Gera zählt. Bei der Preisverleihung im Juni erhält er ein Preisgeld von 5000 Euro.

Gar über 7500 Euro darf sich der Verein zum Erhalt des historischen Friseursalons in Altenburg freuen. "Das Geld stecken wir in die Sondertilgung unseres Kredites", sagt der Vereinsvorsitzende Peter Müller. Über mehrere Jahre hatten er und seine Mitstreiter sich für die Sanierung des Salons eingesetzt, der von 1926 bis 1966 seine Kundschaft empfing. Nach der Schließung war die Originaleinrichtung im Laden verblieben. Die Erben wollten die Stücke gen Westen verkaufen, die Friseurinnung erhielt das Kleinod für Altenburg. Das Museum soll künftig regelmäßig öffnen. Der Verein erarbeitet derzeit ein entsprechendes Konzept.


Elke Lier / Tino Zippel / 08.04.10 / OTZ
Z87A47L050220
Canonical URL
Twitter Icon Facebook Icon del.icio.us Icon Google Bookmarks Icon StumbleUpon Icon MySpace Icon StudiVZ Icon MisterWong Icon Y!GG Icon
Lernen Sie unsere Zeitung kennen.

Jetzt 6 Wochen OTZ zum Vorzugspreis testen – mit tollem Geschenk als Dankeschön. Hier bestellen >>>

Kommentare
zum Thema
weitere Meldungen
weitere Videos
weitere Fotoserien