Marktkauf in Gera schließt

  • Die Marktkauf-Filiale in Gera schließt Ende 2012. Foto: Robert Mailbeck Die Marktkauf-Filiale in Gera schließt Ende 2012. Foto: Robert Mailbeck
Der Marktkauf in Gera-Debschwitz wird Ende des Jahres geschlossen. Betroffen sind 71 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, sagte Betriebsratsvorsitzende Simone Wicher. "Für alle Beschäftigte des Marktkaufs droht ein Verlust des Arbeitsplatzes", ergänzte der den Betriebsrat vertretende Rechtsanwalt Dr. Ralf Eggers.
Gera. Neben den Mitarbeitern gebe es gut 30 Beschäftigte in Geschäften um den knapp 5000 Quadratmeter großen Marktkauf bzw. sind sie als Putz- oder Sicherheitskräfte tätig. Viele Mitarbeiter arbeiteten Wicher zufolge seit gut 20 Jahren bei Marktkauf. "Von der Schließung wurden wir völlig überraschend", sagte sie.

Als Grund sei der gekündigte Mietvertrag genannt worden. Allerdings läuft dieser eigentlich bis 2018, so Wicher. Daher vermutet die Betriebsrätin, dass der Grund fehlender Umsatz ist. Im Vorjahr waren das um die 12,5 Millionen Euro. Probleme habe es seit der Schließung des einst dazugehörigen Baumarktes 2007 gegeben. Bis heute steht diese Fläche leer.

"Es kann nicht sein, dass die Belegschaft nun die Inkompetenz der Geschäftsleitung kompensiert", kritisierte Bettina Penz von der Gewerkschaft Verdi. Die Mitarbeiter hätten alles getan, um den Umsatz zu halten und wollten etwa der Geschäftsleitung bei Öffnungszeiten entgegenkommen, ergänzte Wicher. Proteste seien absehbar. Jetzt werde der Betriebsrat Alternativen zur Schließung vorschlagen, gegebenenfalls Interessenausgleich und Sozialplan verhandeln, sagte Anwalt Eggers. Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) versprach, die Stadt wolle sich für Mitarbeiter und Kunden einsetzen.

Nicht mehr zu Marktkauf gehört die Tankstelle auf dem Gelände. Unter den rings um den Marktkauf angesiedelten Händlern war zu hören, dass sie nicht automatisch ebenfalls schließen, da die Lage gut sei. "Wir haben geöffnet und denken, dass es weiter so bleibt", sagte Torsten Keller von der SB-Gastronomie Marktgarten.

Edeka hatte 2008 den Geraer Marktkauf übernommen. In der zur Geraer Filiale gehörenden Konzernregion hat es bereits drei Marktkauf-Schließungen in Bayern gegeben oder stünden bevor, sagt Wicher. Weitere Marktkauf-Filialen gibt es in Saalfeld, Nobitz und Chemnitz.

Gestern war niemand von der Geschäftsführung für eine Stellungnahme zu erreichen.


Robert Mailbeck / 20.01.12 / OTZ
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Kommentare
26.01.12 - 20:47
Peter
Lieber lofojo hier mal meine Meihnung zum Thema es geht nicht darum ob die lage in Gera atraktiv ist und nicht. Sollte es nicht um den Kunden gehen?? Bei mir Speziel handelt es sich um einen Kundentyp der lieber etwas mehr Geld ausgiebt dafür in Ruhe durch ordentlich geführte Läden geht mit einem andern Sortiment gern auch,klar muss so was bezahlt werden. Dafür sind Zielgruppen von Kunden da. Ich verstehe die Politik der Edeka Gruppe schon das ist nachvollziebar. Nur dürfen bitte nicht alle Läden die nicht ins Schema Aldi Lidl,Norma.... passen verschwinden !!!! Wie wäre es mal an die Geschäftsführung heran zu tretten?? -Die gans Systematich das Sortiment was gut war verschwinden lassen hat -Die Öffnungszeiten unflexible händeln -also eigendlich wissentlich den Laden in die Roten Zahlen fahren. -Die keinerlei Einsatz nach dem wegfall des Baumarktes zeigten Na man könnte noch so viel aufzählen was da im argen liegt. Nur bitte denkt an die Kunden (auch wenns schwer fällt) die gern bei euch Einkaufen und dafür auch gern den Preis bezahlen. Last die Gedanken ein Edeka Zenter zu eröffnen das giebts schon. Wo Mitarbeiter zu Billig Löhnen arbeiten und das Sortiment wieder Schema 0/8/15 ist. Der Edeka Konzern steht in der Pflicht den Standort zu erhalten den warum sollen Kunden und Mitarbeiter den nicht vorhandenen Einsatz der "Führungsriege" ausbaden!!
24.01.12 - 13:43
Andreas Schubert
EDEKA-Konzern in die Pflicht nehmen Nach einem Gespräch mit Vertretern des Betriebsrates von Marktkauf in Gera-Debschwitz hegt Dieter Hausold, wirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE., große Zweifel an der offiziellen Begründung, für die angekündigte Schließung seien hauptsächlich wirtschaftliche Gründe (Umsatzrückgang) oder gar ein gekündigter Mietvertrag ausschlaggebend. Vielmehr lasse sich schlussfolgern, dass der EDEKA-Konzern, zu dem Marktkauf seit mehreren Jahren gehört, vor allem die Strategie verfolgt, mit der Schließung einer ganzen Reihe von Marktkauf-Filialen eine neue Konzern- und damit Beschäftigungsstruktur durchzusetzen. Im Ergebnis werden Vollzeitbeschäftigte mit Tarifbindung durch Teilzeitbeschäftigte oder gar Leiharbeiter zu deutlich schlechteren Lohnkonditionen ersetzt. Diese Befürchtungen werden auch durch Gerüchte genährt, in Zukunft werde es an gleicher Stelle ein neues EDEKA-Center geben. Mit solch einem im großen Maßstab organisierten Drehtür-Effekt, würde die EDEKA-Geschäftsleitung in keiner Weise ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden, ist der Geraer Landtagsabgeordnete der LINKEN überzeugt. Deshalb steht Dieter Hausold solidarisch an der Seite der Beschäftigten und unterstützt deren Bemühungen die Arbeitsplätze zu erhalten. Diese werden umso erfolgreicher sein, je mehr Marktkauf- Kunden sich mit den Beschäftigten solidarisieren und EDEKA Vorschläge des Betriebsrats, z.B. zur Reduzierung der ökonomisch widersinnigen Öffnungszeiten nach 20 Uhr, ernst nimmt.
23.01.12 - 14:53
lofojo
Gera ist leider unattraktiv für die Industrie und, bei zunehmender Verarmung der Bevölkerung auch für den Handel. Es ist wie immer im Kapitalismus; wenn die Weiden leer gefressen sind, dann zieht die Herde weiter. Das betrifft sowohl das herstellende, (Stichwort Fördermittel, Lohnentwicklung) wie auch das handelnde Gewerbe (Stichwort Kaufkraft). Dabei sollte man nicht so naiv sein anzunehmen, dass sich irgendeiner der Akteure wirklich für die sozialen Konsequenzen seines Handelns interessiert. In schönen Sonntagsreden wird sich das freilich immer anders anhören. Da gibt es immer Bemühungen und Auffanggesellschaften, die den Betroffenen für eine Zeit (meist 12 Monate) Unterstützung bei der Neuausrichtung versprechen, ohne dass diese auch nur irgendwie Aussicht auf Erfolg hätten. So wird es auch im Falle von MK sein. Die Mitarbeiter werden wohl die Konsequenzen zu tragen haben. Das wirtschaftliche Risiko liegt bei ihnen, obwohl sie nicht in guten Zeiten adäquat am Erfolg partizipiert haben. Gruß Lofojo
23.01.12 - 14:36
unternehmer
die anbindung ist sehr gut die lage optimal nur die miete für das gesamte objekt sprengte alle dimensionen und nach dem wegfall des baumarktes war es nur eine frage der zeit
22.01.12 - 13:16
Diether Hempel
Guten Morgen Eine bessere Verkehrsanbindung würde helfen? Nun, die Straßenbahn hält doch direkt vor der Tür und von der B 92 sind es auch nur 100m geradeaus. In dieser Lage wüßte ich nicht wie man dort großartig etwas verbessern könnte.
22.01.12 - 10:20
Handelsverteter
ein paar Hintergrundinformationen. Marktkauf gehörte bis 2008 zur AVA Bielefeld an dieser Firma hatte EDEKA einen Anteil unter 50% 2008 wurde AVA komplett von Edeka übernommen und der Lebensmittelbereich in das System der Edeka integriert. Die AVA zentrale in Bielefeld geschlossen und die Baumärkte an REWE (TOOM, B1) verkauft. REWE durfte kartellrechtlich nicht alle Marktkaufstandorte übernehmen dazu gehörte meines wissens auch gera da ein TOOm und B1 bereits vorhanden waren. Ich muss sagen das der Standort für mich wenig Perspektive hat. Kaufhäuser wie Marktkauf aber auch real haben in ganz Deutschland große Probleme seit vielen Jahren. Zu retten wäre das gesamte Objekt nur mit einer kompletten Umgestaltung inklusive einer besseren Verkehrsanbindung. Allerdings glaube ich nicht das sich solche Investitionen rechnen. Dafür ist die Kaufkraft zu gering und der Wettbewerb zu groß.
22.01.12 - 09:44
Tara Leonhard
Also ich habe nichts von pauschalen Beschimpfungen Richtung Erfurt gelesen. Sind wir uns denn einig, dass es eine Kirchturmförderung gibt, wobei Gera aus Erfurter Sicht keiner, Erfurt und Jena jedoch welche sind. Die Stadienförderung ist da nur ein kleiner Beleg dafür. Auch die je 250 Mio. Eur für den ICE-Bahnhof oder das Uniklinikum. Die Lieste liese sich weit fortführen. Wenn wir uns da einig sind, ist denn diese Politik für ganz Thüringen also auch für Gera sinnvoll, weil alle von den aufsteigenden Städten mitgenommen werden? Darüber kann man streiten. Ich glaube nicht. Die volkswirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen, z.B dass in Jena Wohnungsbau gefördert wird und in Gera Abriss können so nicht sinnvoll sein. Da kann in Gera OB sein wer will. Mit der Bevölkerung schwindet Kaufkraft und dann Märkte. Genauso schwierig ist es für die Versorgungsunternehmen, die wie bei Strom, Wasser und Abwasser hohe fixe Kosten und weniger Umsatz haben. Und letztlich der städtische Haushalt mit Straßen und allen anderen Einrichtungen, die von weniger Leuten finanziert werden müssen. Die Verbindung der Leitungsstelle von Wirtschaftförderung in der Verwaltung und Wirtschaftfördergesellschaft in Gera finde ich richtig. Die Musik für Ansiedlungen wird aber wesentlich in Erfurt gespielt. Will das jemand ernsthaft bestreiten?
22.01.12 - 08:09
be
Sehr geehrte Frau Leonhardt, Frau Siebenlist und Herr Kaiser, als ein überzeugter Marktkauf-Einkäufer stimme ich den Ausführungen von Leser Hempel voll zu. Der Markkauf ist vom Niveau (und zwangsläufig dann auch vom Preis) schon etwas anderes als die Flut der Lidls, Aldis....-gute Qualität hat Ihren Preis und leider ist in Gera die Gruppe derer die diesen Zahlen zu gering. Zu Ihren Anmerkungen zur Wirtschaftspolitik: Es wäre schön wenn Sie etwas stärker auf den sozialdemokratischen Wirtschaftsminister Machnig hören würden - dieser propagiert den Satz - nicht Reden sondern Handeln. Pauschale Beschimpfungen Richtung Erfurt bringen nichts - vor Ort in Gera müssen sich die Stadtratsvertreter und die Stadt in Sachen Ansiedlungsmanagment zusammen setzen und schnellstens eine klare Konzeption entwickeln - leider wird unsere Heimatstadt auch wegen der schwachen Performance der Handelnden in Gera im Ansiedlungsmanagement in den verschiedenen Gremien der Landesregierung und der betroffenen Landesgesellschaften nicht mehr Ernst genommen. Frau Siebenlist - als Büroleiterin von Herrn Lemp (SPD-wirtschaftspolitischer Sprecher im Landtag) kennen Sie doch diese Vorbehalte. Zur Faktenlage der Förderung - diese ist so wie meinerseits beschrieben.
21.01.12 - 20:46
Felix Kaiser
In manchen Punkten kommen diese Verbesserungen aber zu spät. Mir kochte die Galle als in meiner Verwandtschaft (H4 mit Zuverdienst) vom Amt ein Job bei Zalando angeboten wurde, die gerade in Erfurt 1000 Jobs schaffen. Das wären für sie täglich 60km jeweils und und zurück. Toll! Gerade im Logistikbereich (und das ist am Beispiel Zalando nun mal der Fall) ist Ostthüringen der bessere Standort. Überhaupt dreht sich mir der Magen wenn ich so schaue wie viele Gewerbeflächen und Unternehmen es im Bereich Erfurt gibt. Dann hat man konsequenterweise solche Situationen wie in Gera, im Kyffhäuser oder im Altenburger Land. Erinnert mich auch stets an das Beispiel "Osterland", schöne Landschaft in Ostthüringen, als Marke gehört es einem Erfurter Unternehmen, das am dortigen Hauptbahnhof auch groß Werbung dafür macht. Den Standort Gera hatte man beizeiten dicht gemacht. Prima.
21.01.12 - 19:48
Melanie Siebelist
Liebe Frau Leonhard, Ihren Anmerkungen kann ich mich komplett anschließen. Gerade die so genannten bürgerlichen Kräfte müssten die Zusammenhänge von Entwicklungen der freien Marktwirtschaft kennen. Hier stellt sich für eine Kommune natürlich die schwierige Frage, inwiefern es sinnvoll ist, regulierend in den Wettbewerb einzugreifen. Es gibt gute Gründe dafür, aber auch gute Gründe dagegen. Die Landesregierung betreibt Leuchtturmpolitik, das ist richtig und aus meiner persönlichen Sicht auch kritikwürdig. Fakt ist aber auch, dass Gera in die "Großflächeninitiative" des Landes aufgenommen wurde, und zwar in die Gruppe der Standorte mit höchster Priorität. Es gibt also erste Ansätze der Besserung. Nach der OB-Wahl werden die Kommunalpolitiker, damit meine ich an dieser Stelle v.a. Stadtratsmitglieder, hier sicher ein Einsehen haben und verstärkt mit einer Stimme gegenüber dem Land auftreten. Die SPD Gera hat m.E. die Problematik erkannt und arbeitet daran.
21.01.12 - 18:29
Tara Leonhard
Ist ja schade. Aber schuld sind in erster Linie die Leute die nicht dort einkaufen und immer nur rummeckern wie @be. Letztlich hat sich die Gruppe mit der Schließung des hauseigenen Baumarktes das Grab geschaufelt. Und wegen der Industrieansiedelungen sollten wir mal schauen, welche Standorte von der Landesregierung wirtschaftlich wirklich gefördert werden. Erfurt, Jena und manchmal Weimar und Oberhof. Das nennt man Leuchtturmpolitik und glaubt, dass alle anderen mit davon profitieren. Das sollten die Geraer Politiker mal gemeinsam kritisch hinterfragen, statt sich provinziell und kleinbürgerlich gegenseitig ans Bein zu pinkeln.
21.01.12 - 15:56
Diether Hempel
Nun sind wir mal ganz ehrlich die Nachricht überrascht niemanden wirklich, oder? Mit der plötzlichen Schließung des Baumarkts 2007 (Bahr daneben war ja schon weg) verlor der Marktkauf schlagartig 50% seiner Anziehungskraft. Dazu die ohnehin gehoben Preise (eben EDEKA) und als letzter Sargnagel diese neue Penny-Ramschbude direkt nebenan. Wer genehmigt so etwas bitte? Bedauerlich wie ich finde, weil sich der Marktkauf wohltuend von den Ramschläden ALDI, Lidl, Kaufland & Co. abgehoben hat. Breites Sortiment, ansprechende Präsentation und Auswahl. Aber in einer Stadt mit immer mehr Grundsicherungsrentnern und H4 Muttis kann oder will keiner diesen kleinen Luxus extra bezahlen. Schade, ich würde es sehr bedauern. Vom Niveau spielt Globus & Marktkauf in einer ganz anderen Riege als Kaufland, ALDI, Netto, Penny usw.
20.01.12 - 20:59
be
Leider rächt sich nicht erst seit dieser meldung die zu einseitige Orientierung der Stadtspitze auf den Handelsbereich in Gera - immerhin sind wir mit der Quadratmeter-Verkaufsfläche je Einwohner in Thüringen spitze !! Ohne größere Industrieneuansiedlungen kommen keine neuen Bürger in die Stadt, diese wären dann auch Konsumenten für die Einkaufsmärkte der Stadt. Aber leider wurde hier seitens Dr. Vornehm seit 2006 nicht geliefert und der von uns gewählte Stadtrat hat erst Ende letzten Jahres das Konzept für eine Wirtschafts- und Ansiedlungskonzeption aufgrund der unzureichenden Vorarbeit der städtischen Wirtschaftsförderung und der Ausschüsse auf Sommer 2012 vertagt. Und das bei jährlich rückäufiger Förderung für Neuansiedlungen durch Thüringen (GRW-Förderperiode bis 2013) sowie einer Ende 2013 auslaufenden Investitionszulage. Nur mit unbezahlbaren Kulturprojekten und vielen ungedeckten weiteren Schecks (Stadtbahnlinie Langenberg, Freibad ...) wird das nichts - sehr Schade für Gera.
20.01.12 - 13:52
A.Louie
Abgesehen davon, wenn die Wiesestraße neu gemacht wird wäre sowieso das aus für Marktkauf gekommen und Pennimarkt wird folgen. Da bleibt die Frage offen gehen die ganz aus Gera weg oder werden vielleicht nur die Filialen verlegt? Weiterhin bleibt noch das Problem was dann mit der Zufahrt zur Keplerstraße wird usw.. Ohne Öffnung des Wendehammers am Ende der Keplerstraße zur Rudolstädter/Lobensteiner Straße läuft dann aber nichts mehr.
20.01.12 - 12:19
realist2
Gera hat jetzt schon den Spitzenplatz von Sozialhilfe empfangender Kinder. 32,6% der Kinder in Gera sind auf Sozialhilfe angewiesen (nachzulesen im OTZ Artikel vom 17.1.12 "Steigende Armut in Gera").Und nun kommen durch die Schließung noch ein paar Arbeitslose dazu und die haben bestimmt auch Kinder. Toll. Aber Dr. Vornehm will für seine Geraer auch etwas schaffen- Da die Plätze in der Urnenreihengräberanlage auf dem Südfriehof begrenzt sind und auf Grund der hohen Nachfrage belelgt sind, läßt unser Beamter auf Zeit auf dem Ostfriedhof für 2013 eine neue Urnengrabanlage planen(nachzulesen in Ausgabe 03 "Kommunaler Anzeiger Gera"). Was für eine Perspektive für die einst so reiche und stolze Stadt Gera.
20.01.12 - 12:11
Ed von Schleck
Nur weil im Artikel nix über "rote Zahlen" steht heißt es im Umkehrschluss nicht das man schwarze Zahlen schreibt ;) Edeka hat mit System diesen Standort crashen lassen in dem man den Baumarkt, ohne Grund, raus genommen hat. Das langsame Absterben kam dann von alleine. Vorher hat man, trotz höherer Preise als woanders, diese in Kauf genommen weil man sich mit dem Baumarkt einen Weg sparen konnte. Nun fährt man dort hin wo es billiger ist. Als Nachmieter hätte ich gerne Real und im Erdgeschoss einen Obi oder Hagebau.
20.01.12 - 12:03
Simone Wicher
Als Vorsitzende des Betriebsrates der MK Gera GmbH möchte ich mitteilen, dass in unserem Unternehmen keine Minijobber mehr beschäftigt sind und immer nur einen verschwindend geringen Teil unserer Belegschaft ausgemacht haben. Bei unseren Mitarbeitern handelt es sich um Menschen, die von ihrer Arbeit bei uns leben, z. T. alleinerziehende Mütter und Alleinverdiener ihrer Familien. Dies macht die Sache so dramatisch, da Existenzen auf dem Spiel stehen. Simone Wicher
20.01.12 - 11:45
Ostwind
Ja doch! Ich bin genauso der Meinung, dass der Standort erhalten bleiben sollte. Nur darf man hier eines nicht vergessen: Entschließt sich ein Handelsunternehmen gegen einen Standort ist das beschlossene Sache. Was soll da ein OB unternehmen bitte? Der Wettbewerb im Handel ist knallhart, der Verbraucher freut sich über 3 Kisten Bier bei Marktkauf für 17€ und bedenkt dabei nicht, dass davon Fixkosten etc, gedeckt werden müssen... bleibt dann kein Gewinn reagiert das Unternehmen. Das ist Kapitalismus. Tritt Saturn oder MediaMarkt hier die Nachfolge an sind die in 5 Jahren auch wieder weg. So leid mir das als Geraer tut, aber die Stadt ist aus meiner Sicht einfach als Standort nicht mehr attraktiv, sorry! Aber das ist ein weites Feld...
20.01.12 - 11:25
Der_Ahnungslose
Im Beitrag wird davon gesprochen: "dass 71 Mitarbeiter Betroffen sind, darunter vier Auszubildende, sagte Betriebsratsvorsitzende Simone Wicher. Ich kenne fast nur Minijobber, welche auf 400 EUR Basis, tätig waren. Des Weitern viel mir auf, subjektiv betrachtet,dass die Preise zwischen 10-30 Prozent teurer waren als beispielsweise, des sich im näheren befindliche Kaufland. Dies sollte der Geschäftsleitung bekannt gewesen sein. weitere Spekulationen will ich an dieser Seite nicht anstoßen. Mediamarkt oder Saturn wären, meiner Meinung nach, prädestiniert für dieses Objekt. Bitte beachten, dieser Beitragt stellt ausdrücklich nur meiner Betrachtung dar.
20.01.12 - 10:13
Felix Kaiser
Aufgerufen ist hier JEDER, nicht schimpfen, sondern konstruktive Vorschläge über die Zukunft unterbreiten. Die Händler scheinen dem Artikel nach ja bleiben zu wollen. Also muss eine Nachnutzung für die große Verkaufsfläche her, ein knappes Jahr bleibt ja noch Zeit. Dass sich Interessenten für eine Übernahme finden ist auch nicht auszuschließen, von roten Zahlen ist nix zu lesen, die Lage ist gut und ordentlich frequentiert scheint das Ganze ja auch zu sein? Abgesehen davon: Klar gibts in Gera grenzwertig viel Verkaufsfläche, das sieht jeder, gerade von Netto fühlt man sich regelrecht verfolgt :-) Wäre doch ein Ansatz zu überlegen, was gibt es nicht in Gera und was davon würde dorthin passen? Am Anfang steht immer die Idee. Sollen sich auch die OB Kandidaten mal Gedanken machen und zeigen dass sie BESSER als der Amtsinhaber sind anstatt nur Luftschlösser zu malen. Warum sollte man auch jemand wählen wollen der es nicht besser kann, sollen sie doch ihre Chance nutzen die Wähler VOR der Wahl zu überzeugen und nicht NACH der Wahl zu enttäuschen.
20.01.12 - 09:40
Betroffener
Da wird wohl der Vornehm auch nichts machen können. Ist eigentlich auch egal, ob der Politiker, der sich hier einsetzt Vornehm oder Schnuppeldupp heißt. Habt ihr schon mal erlebt, dass Kapitalisten und das sind sie für mich auf Politiker hören. Sie kommen nur immer dann angerannt, wenn es gilt Gelder vom Staat abzufangen, wie Großkonzerne und Banken. Dann ist die Politik gut genug. Aber so. Und bei der Stadt Gera ist eh nichts zu holen. Die Arbeitsplätze sind denen doch egal. Ich glaub schon, dass der Vornehm hier gerne was tun möchte, ist ja Wahlkampf. Aber auch wenn er gerne was positives erreichen würde, er wird nicht. Und das kann auch kein anderer.
20.01.12 - 09:09
Gerth
Ostwind, die vornehm'sche Hilfe sieht so aus, neues Einkaufscenter in Lusan.
20.01.12 - 08:28
Ostwind
Da bin ich doch mal sehr gespannt, wie der Herr Dr.Vornehm den Folgen des Kapitalismus Paroli bieten möchte...;) Versprochen hat er es ja wohl!
20.01.12 - 08:20
e.gal
Noja, es könnte ja zur Abwechselung vielleicht ein neuer Netto-Markt dort einziehen :-D....Ohne Worte!
20.01.12 - 07:11
Sunny1234
Aha, vorm KUK soll ein Elektronikmarkt entstehen, in Gera Lusan soll auch ein Einkaufszentrum entstehen und jetzt auf einmal schließt der erste Supermarkt. Dies sollte schon zu denken geben, das hier einfach zu viele Supermärkte stehen, so dass dies nun mal eine erste Folge von dessen, was vielleicht noch bevorsteht, nämlich das andere Supermärkte auch noch schließen.
 
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