Erfurt. The Rolling Stones veröffentlichen ein intimes und exklusives Konzert ihrer „Licks“-Tour, Bruce Hornsby musiziert fabelhaft in unbekannten Gewässern. Wir haben in beide Alben reingehört.

Nur knapp 2000 Zuschauer kamen in den Genuss, die Rolling Stones im November 2002 im Wiltern Theatre in Los Angeles zu erleben. Das exklusive Konzert war ein Höhepunkt der „Licks“-Tour mit 117 Konzerten, mit der die Band in den Jahren 2002 und 2003 ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Nun liegt der Auftritt als „Live at the Wiltern“ in mehreren Formaten als DVD und Blu-Ray vor sowie im Verbund oder einzeln als CD- und Vinyl.

Das Cover des Albums „Live at the Wiltern“ von The Rolling Stones.
Das Cover des Albums „Live at the Wiltern“ von The Rolling Stones. © Mercury/Universal

Club-Konzerte vor einem relativ überschaubaren Publikum sind der Gegensatz zu den Stadionkonzerten der Band und eine kleine Tradition bei Jagger und Co. inklusive Albumveröffentlichungen wie „Stripped“ oder „Shine a Light“. Das Wiltern-Konzert bietet ein paar Hits wie „Start me up“, „Beast of Burden“ oder „Thumbling Dice“ und die Coverversion „Everybody needs somebody“, bei der die Gruppe der Originalinterpreten Solomon Burke auf der Bühne begrüßt.

Der Schwerpunkt liegt jedoch auf selten live gespielten Perlen wie „Hand of Fate“, „Stray Cat Blues“ oder „No expectations“. Der letzte Titel bedeutet übersetzt keine Erwartungen und trifft auf den Auftritt und seine Konservierung nicht mal annähernd zu. Die Stones sind in Spiellaune und die 20-teilige Setlist übererfüllt jede Erwartung an den überraschungsstarken Auftritt.

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Burce Hornsby schart ein Projekt-Ensemble um sich

Das Cover des Albums „Deep Sea Vents“ von „BrhyM“.
Das Cover des Albums „Deep Sea Vents“ von „BrhyM“. © Zappo Productions-Thirty Tigers/Membran

„The Way it is“ – Wer der Musiker Bruce Hornsby nur von seinem 80er-Jahre-Hit kennt, hat definitiv einiges verpasst. Auch als 70-Jähriger bleibt er ein Suchender. Mit dem experimentellen Kammerensemble „yMusic“ hat er das Projekt „BrhyM“ gegründet, deren Debütalbum „Deep Sea Vents“ die Grenzen zwischen Jazz, Klassik, Avantgarde und Pop-Ästhetik erkundet, zuweilen mit den Mitteln der Disharmonie.

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Auf „Deep Blue“ wildern die Musiker gar in Hip-Hop- und Funk-Gefilden, Hornsby spielt dazu eine elektrische Sitar. Es ist Musik, die wohl kaum in Playlists oder im Radio auftauchen wird, aber zu den spannendsten Veröffentlichungen des ersten Halbjahres gehört.

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