Saalburg. Ende vergangener Woche hielt die hiesige Festival-Fan-Gemeinde den Atem an. Das MELT, eines von Deutschlands ältesten Festivals, verkündet sein Ende.

Nach über zwei Jahrzehnten voller Musik, Kultur und unvergesslicher Momente wird dieses Jahr das letzte Kapitel einer bemerkenswerten Festivalgeschichte geschrieben, wie es in einer Mitteilung des Veranstaltungsteams heißt. Seit 1997 existiert das riesige Open-Air-Event, das seit 1999 in Ferropolis, der Stadt aus Eisen, in Sachsen-Anhalt stattfand. Stars wie Kylie Minogue, The Whitest Boy Alive, Tame Impala, Two Door Cinema Club, Oasis, Björk oder Portishead gaben sich beim MELT die Ehre.

Als Grund für die Aufgabe der traditionsreichen Festivalmarke nennt das Veranstaltungsteam des MELT-Festivals unüberwindbare Veränderungen in der Festivallandschaft, die nicht mehr mit dem Markenkern des Festivals in Einklang zu bringen sind: „Trotz unseres Engagements und unserer Bemühungen in den letzten Jahren merken wir, dass das ursprüngliche MELT nicht mehr zeitgemäß ist und den Entwicklungen der vergangenen Jahre nicht länger standhalten kann, ohne das Festivalkonzept radikal abzuwandeln. Es ist eine schwere Entscheidung, aber wir glauben, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen und Raum für frische Ideen zu schaffen.“, erklärt Florian Czok, Direktor des MELT-Festivals. 

Festival-Ende hinterlässt große Lücke

Ähnlich lange und erfolgreich findet auch das SonneMondSterne-Festival (SMS) an der thüringischen Bleilochtalsperre in Saalburg statt. Seit 1997. Damals noch mit etwa 2500 Besucherinnen und Besucher. Mittlerweile hat sich das Open-Air-Musikfestivals  einem der größten seiner Art in Europa entwickelt. Etwa 35.000 Musik-Fans pilgern jährlich zu der Mega-Party im Saale-Orla-Kreis.

Und keine Angst: Das SMS ist nicht in Gefahr, wie Pressesprecher Phillip Helmers im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Traurig sei man allerdings schon: „Das ist natürlich nicht cool und es ist schon schmerzhaft das zu hören, weil das MELT über Jahre eine Institution in der Festivallandschaft war. Für Veranstalter und Veranstalterinnen hängt da immer ein großes Stück Herzblut dran und für die meisten ist so ein Festival ja auch das eine Ding, auf das man das ganze Jahr hinarbeitet. Wenn das dann nicht mehr klappt, hinterlässt das eine große Lücke.“ 

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Erschwerte Bedingungen seit Corona

Das MELT-Team spricht von unüberwindbaren Veränderungen in der Festivallandschaft. Was die Veranstalter und Veranstalterinnen damit jedoch meinen, könne der SMS-Sprecher nicht sagen, weil die Festivallandschaft von Beginn an immer in Bewegung gewesen sei. Welche Veränderung es nun beim MELT genau waren, ist schwer zu sagen. „Vielleicht die erschwerten Bedingungen seit Corona, vielleicht hängt es aber auch mit der programmatischen Ausrichtung zusammen? Schwer zu sagen“, erklärt Phillip, der jedoch signifikante Veränderungen bei der Festivalplanung nach Corona identifizieren kann. „Die Preissteigerungen überall. Und das ist kein Märchen, was einfach immer und überall erzählt wird, sondern wir merken das jetzt in Jahr drei nach Corona immer noch stark“, sagt er und fügt an: „Manche Sachen kann man ausgleichen, bei anderen sind wir gezwungen, die Preissteigerung auf den Ticketpreis umzulegen. Es hilft ja nichts, wenn wir sagen, wir können das nicht weitergeben und dann mit einem Verlust dastehen. Dann würde es das SMS irgendwann nicht mehr geben - logischerweise.“

Im Moment ist das SMS-Team mittendrin in der Planung. Derzeit werde das Lineup vollendet. „Da waren bisher ja noch einige Slots offen, die wir nun komplett besetzt haben und das auch in den kommenden Tagen mit unseren Besucher:innen teilen werden“, sagt Phillip. So werden jetzt noch einige an Artists für den SMS.Beach dazu kommen. Und auch das Lineup für das SMS-Boot werde zeitnah verkündet. 

Unwetter, K.I.Z., OBS und Yoga: Das war der Samstag bei SonneMondSterne

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Bisher 30.000 Tickets verkauft

Stand Anfang Juni wurden für das diesjährige Festival etwa 30.000 Tickets verkauft, so der Festival-Sprecher, der aus Erfahrung weiß: „Niemand muss jetzt in den Ticketshop hetzen, aber wer das SMS kennt, weiß, dass es dann nicht mehr allzu lange dauert, bis alle Tickets weg sind. Derzeit läuft allerdings noch unsere 5 plus 1 Aktion (Sechs Tickets kaufen, nur fünf bezahlen) und da ist das schon ein bisschen dringlicher. Diese Tickets sind ziemlich beliebt, aber das Kontingent ist limitiert. Da würde ich nicht allzu lange warten.“

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Und auch für das MELT-Festival könnt ihr euch ein letztes Mal Tickets sichern. Wie die Veranstalter und Veranstalterinnen mitteilen, soll zum Abschluss noch einmal groß gefeiert werden. Ähnlich wie beim SMS, dass jedoch ein Fels in der hiesigen Festival-Landschaft bleibe. „Wir halten der berühmt berüchtigten Brandung an der Bleichlochtalsperre stand“, erklärt Phillip Helmers allen SonneMondSterneFans zur Freude.

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