Buch nach 35 Jahren Recherche zu NS-Opfern in Apolda

Apolda.  Prager-Haus-Verein stellt neues Buch vor. Darin kommen Angehörige von 27 betroffenen Familien aus Apolda zu Wort.

Das Symbolfoto zeigt Lettern, die zum Buchdruck verwendet wurden.

Das Symbolfoto zeigt Lettern, die zum Buchdruck verwendet wurden.

Foto: Sylvia Eigenrauch

Bereits im Jahr 1985 nahm der damalige Pfarrer Peter Franz seine Recherchen zu den Opfern des NS-Regimes aus Apolda auf. Nach 35 Jahren Beschäftigung mit den Schicksalen und Kontaktaufnahmen mit den Hinterbliebenen, rückt nun der Erscheinungstermin des zugehörigen Buches „Die Nachkommen sprechen“ immer näher.

Wie Peter Franz, der Geschäftsführer des Prager-Haus-Vereins mitteilt, befindet sich das 286 Seiten starke Resultat bereits im Druck und könnte bereits in der kommenden Woche verfügbar werden. In diesem Druckwerk sind 27 Kapitel denjenigen Menschen gewidmet, die als Juden, als Insassen einer psychiatrischen Einrichtung oder als Patienten eines Krankenhauses sowie als Pfarrer der bekennenden Kirche oder als Arbeiterwiderständler ermordet worden sind.

Einzelschicksale zu NS-Opfern in Apolda in neuem Buch aufgearbeitet

Das Besondere an dem Buch ist der Versuch, sich diesen Einzelschicksalen über die Nachkommen der NS-Opfer zu nähern. Unter dem Nebentitel „Ihre Rückkehr zu den Wurzeln“ nahm Peter Franz dazu Kontakt zu den Nachkommen und Hinterbliebenen auf, etwa zu Emigranten, die heute in aller Welt, etwa in Südafrika, den USA oder Israel leben.

Maßgeblich für das Layout verantwortlich war Udo Wohlfeld, der auch inhaltlich mitwirkte. Das fertige Buch soll nach Bekanntgabe des Veröffentlichungstermins über den Prager-Haus-Verein oder den Buchhandel zu beziehen sein. Der Preis steht noch nicht fest.