Daßlitzer Sommerfest mit Quark-Geschenk und Sekt-Dusche

Altgernsdorf gewinnt beim Feuerwehrautoziehen zum Daßlitzer Sommerfest. "Ode an den Spaß" für die nicht ganz so kräftigen Nitschareuther von ihren Nachbarn. Kinder ziehen 10,8-Tonner am weitesten - allerdings außer Konkurrenz.

Kräftig wird gezogen: Die Neumühler geben sich alle Mühe. Fotos (2): Katja Grieser

Kräftig wird gezogen: Die Neumühler geben sich alle Mühe. Fotos (2): Katja Grieser

Foto: zgt

Daßlitz. "Hoffentlich sind wir besser als Daßlitz", sagt ein leicht nervöser Nitschareuther Bürgermeister Jörg Limmer gestern Morgen, bevor der Startschuss zum Feuerwehrautoziehen gegeben wurde.

Gepflegt wird die Rivalität der Ortsnachbarn, natürlich nur im Scherz. So recht zufrieden konnte nach dem Spaßwettbewerb allerdings keine der beiden Seiten sein, auch wenn sich die Daßlitzer ein wenig mehr als Sieger fühlten. Denn es ist Nitschareuth tatsächlich gelungen, Daßlitz zu bezwingen. Allerdings nur die zweite Mannschaft, die beim Gaudiwettkampf die rote Laterne festhielt. 50,68 Meter weit zog das zweite Team des Gastgebers das Gefährt. Nitschareuth bewegte den 10,8-Tonner - trotz Sturz eines Mitglieds - über eine Strecke von 52,46 Meter, was Platz sieben und den Spott von Daßlitz I bedeutete. Die Mannschaft hatte es mit 55 Metern immerhin bis auf den Silberrang gebracht, unterlag lediglich Altgernsdorf, die noch 70 Zentimeter mehr geschafft haben.

Kinderteam knackt 60-Meter-Marke

Weil die Nitschareuther einmal mehr beim Kräftemessen unterlegen waren, gab es ein Geschenk vom schier übermächtigen Nachbarn: Quark. Der macht bekanntlich stark. Plaste-Löffel wurden großzügiger Weise ebenfalls gereicht. Und zur Freude aller Anwesenden wurde die von Silvia Manke verfasste "Ode an den Spaß" verlesen. Hier nur ein paar Auszüge: "Es steht fest geschrieben, Nitschareuth muss hinter Daßlitz liegen. Betrachten wir das ABC, das N wie Nitschareuth kommt weit nach dem D (...) Selbst in der Zeitung ist zu lesen, Daßlitz ist meist vor Nitschareuth gewesen..." Und auf dem Festplatz wurde gefrotzelt: "Selbst die Kinder ziehen weiter als die Nitaschreuther." Letzteres stimmt sogar. Allerdings haben die Kinder - jeder, der wollte, durfte mitmachen - alle acht angetretenen Teams hinter sich gelassen. 62,69 Meter haben die Kleinen das schwere Gefährt gezogen, amtlich vermessen und notiert. Jedoch nicht ganz fair, denn hinter dem Auto und auch an dessen Seite wurden die Kinder kräftig unterstützt. Außer Konkurrenz stellten sie also den Rekord auf.

Um auf dem Siegertreppchen ganz oben zu stehen, reichten den Altgernsdorfern indes 55,70"Meter. Die Freude bei Altgernsdorf, das beim Gaudiwettkampf zum Jubiläumsfest in Neugernsdorf unlängst nur auf Platz fünf kam, war riesengroß. Und so knallte der Sektkorken, die umstehenden Zuschauer und die Siegermannschaft wurden ordentlich geduscht.

Gut 350 Besucher, so Feuerwehrvereinschef Andreas Schlüter, seien am Sonnabend nach Daßlitz gekommen. Beim Skatturnier am Freitag waren 42"Starter dabei. Gewonnen hat Gunter Büttner aus Tschirma vor Manfred Werner aus Werdau und Harald Preißker aus Dreba.

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