Waldjugendspiele in Saalfeld-Rudolstadt: Unterwegs im grünen Klassenzimmer

Saalfeld  300 Mädchen und Jungen aus Grund- und Förderschulen unternehmen einen etwas anderen Waldspaziergang.

Michelle, Lilly und Moritz (von links) von der Kaulsdorfer Grundschule erkennen den Dachs sofort. 300 Mädchen und Jungen aus Grund- und Förderschulen des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt waren bei den Waldjugendspielen dabei. Foto: Roberto Burian

Foto: zgt

25 Mitarbeiter vom Forstamt Saalfeld-Rudolstadt und Kollegen aus anderen Forstämtern hatten für 300 Mädchen und Jungen aus Grund- und Förderschulen des Landkreises Saalfeld Rudolstadt anlässlich der Waldjugendspiele im Stadtwald Saalfeld ein Klassenzimmer im Grünen aufgebaut. Es bestand aus einem etwa drei Kilometer langen Rundkurs mit zehn einzelnen Stationen.

Begleitet von den Forstleuten und ihren Lehrern starteten die Schüler ihren Tag im Revier und hatten jede Menge Spaß. Die Teilnehmer verbringen dabei einen etwas anderen Unterrichtstag im Wald. Die Schüler der 4. Klassen sind einen Tag selbst kleine Förster. Entlang eines Weges werden durch Förster und Waldarbeiter Stationen vorbereitet. Erlebnisorientiert wechseln Wissensstationen zum Thema Wald und Forstwirtschaft und Spielstationen einander ab. In kleinen Gruppen lösen die Mädchen und Jungen vielfältige Aufgaben, die ihnen die Experten im Jagdrevier stellen.

Dabei beweisen die Kinder ihr umfangreiches Wissen über umweltbewusstes Verhalten in freier Natur sowie über die Arten heimischer Tiere und Pflanzen. Für die richtige Lösung der einzelnen Aufgaben, für Schnelligkeit und Geschicklichkeit werden grüne Punkte vergeben. Gute Noten gibt es aber nur für diejenigen, die mit wachen Sinnen unterwegs sind, schnell laufen oder sägen und Blätter, Zapfen und Äste in die Hand nehmen. „Da ist ein Fuchs und dort ein Dachs“, schallt es aus dem Wald. Obwohl die Forstleute den präparierten „Meister Reineke“ abseits des Weges zwischen Bäumen platziert hatten, erkannten Michelle, Lilly und Moritz von der Kaulsdorfer Grundschule ihn auf den ersten Blick.

Pheobe und Lina hatten mit Antonia Seyer vom Forstamt auf einem Hochsitz außerdem längst Rehe und andere Bewohner des Waldes erspäht. Jonas, Timon, Lea und ihre Mitschüler von der Sabel-Gemeinschaftsschule Saalfeld lassen sich von Michael Schmidt über Schädlinge wie Zecken und Borkenkäfer aufklären. An einer anderen Station lernen die Kinder der Caspar-Aquila-Schule aus der Kreisstadt mit Dirk Hofmann die Pilze des Waldes kennen, während die Naturdetektive von der Johannesschule das Werkzeug der Forstleute genauer unter die Lupe nehmen.

„Den Kindern einen Schultag im Freien ermöglichen und in spielerisch-wettkämpferischer Form Belange des Waldes, der Forstwirtschaft, des Natur- und Umweltschutzes sowie der Jagd nahe zu bringen, ist unser Anliegen“, sagt René Kaul, Revierleiter für Saalfeld und Umgebung. Für alle gab es am Schluss eine willkommene Stärkung, und die Besten standen danach auf dem Treppchen ganz oben.

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