Sulzbach. Rührender Zufall: Nach Jahrzehnten führte das Schicksal die beiden Seniorinnen zusammen. Doch sie erkannten sich erst gar nicht.

Es gibt keine Zufälle im Leben. Das zeigt eine rührende Geschichte zweier Schwestern, die nach Jahrzehnten in einem Seniorenheim im saarländischen Sulzbach wieder zueinander gefunden haben. Etwa 30 Jahre hatten die beiden keinen Kontakt. Jetzt sind sie unzertrennlich.

Vergangenes Jahr waren die beiden hochbetagten Damen ins AWO Seniorenzentrum Sulzbach gezogen, wie es auf der Facebookseite des Altersheims heißt, wo das Team der Einrichtung die Geschichte der beiden Seniorinnen erzählte. Die Saarbrücker Zeitung machte schließlich die Namen der Schwestern öffentlich: Maria Klicker (89) aus Dudweiler und Elfriede Recktenwald (87) aus Sulzbach.

Die beiden Seniorinnen wählten – völlig unabhängig voneinander – dieselbe Einrichtung für ihren Lebensabend. Doch zunächst kamen sie in verschiedene Wohnbereiche, so das Team des Altersheims. Dann zog „aus irgendeinem Grund“ eine der beiden auf den Wohnbereich der anderen. Die Beiden seien ins Gespräch gekommen und bald sei klar gewesen: „Sie kannten sich von irgendwo her.“

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Schwestern erkannten sich erst nicht – große Erinnerungslücken

Sie erzählten sich ihre Geburtsnamen – diese waren identisch. Das konnte doch kein Zufall sein? „Sie lernten sich näher kennen und es kamen viele Gemeinsamkeiten zum Vorschein“, erzählt das Team die Geschichte der beiden. Wegen großer Erinnerungslücken hätten die Schwestern die jeweils andere jedoch nicht gleich zuordnen können, heißt es in der Saarbrücker Zeitung ergänzend.

Schließlich fand man heraus, die beiden sind Schwestern. Das Personal des AWO Seniorenheims gehe aber davon aus, dass rund 30 Jahre zwischen dem Kontaktverlust und dem Wiedersehen der Schwestern liegen müssen, heißt es.

Um den wieder gefundenen Bund zu stärken, wurde das Team des Sulzbacher Seniorenzentrums abermals aktiv: „Mittlerweile wohnen die zwei auf dem gleichen Wohnbereich und keine geht mehr einen Schritt ohne Ihre Schwester“, heißt es. So schön könne der Pflegealltag eben auch sein.