Göttingen. Der Polizei Göttingen liegen neue Erkenntnisse über den möglichen Verursacher vor, der die Fahrbahn der A7 verunreinigt hat. Insgesamt waren 105 Fahrzeuge während der Reinigungsarbeiten im Einsatz.

Rund drei Wochen nach der massiven Verunreinigung der A7 gehen die Ermittlungen zum Verursacher weiter. Eine konkrete Spur gibt es laut Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen nicht, dafür einen möglicherweise vielversprechenden, neuen Ansatz.

Die Untersuchungen der mutmaßlich aus einem Tanklaster ausgetretenen schmierigen Substanz ergab jetzt, dass es sich um Kaffeefett gehandelt hat, ein Produkt aus der Kaffeeindustrie, das bei der Produktion und hier speziell beim Entkoffeinieren anfalle. Die Ermittlungen konzentrierten sich so auf mögliche Kaffee-Produktionsstandorte, die u.a. in Norddeutschland zu finden seien. Transportwege und involvierte Transporteure seien von Interesse.

181 Personen für Reinigung im Einsatz

Laut Kaatz gab es schon früh erste Hinweise auf einen weißen Tanklaster mit seitlichem gelben Aufdruck als möglichen Verursacher. „Im Rahmen einer erneuten Zeugenbefragung wurde jetzt bekannt, dass die gesamte Fahrzeugkombination - sowohl Tankauflieger mit besagtem gelben Aufdruck als auch das Führerhaus - weiß gewesen sein sollen. Das letzte Detail ist für die Ermittler neu“, so Kaatz.

Eine vorläufige Bilanz des Reinigungseinsatzes auf dem Abschnitt der A7, zwischen Northeim-Nord und Lutterberg in Fahrtrichtung Kassel, gibt es von der Autobahn GmbH. Demnach kostet das Ganze rund 1,5 Millionen Euro. 22 Unternehmen und Institutionen waren beteiligt, 181 Personen im Einsatz, dazu 105 Fahrzeuge, darunter 21 Reinigungsfahrzeuge. 700.000 Liter Wasser wurden verbraucht.

„Es ist im Interesse der Autobahn GmbH des Bundes, dass der entstandene Schaden durch den Verursacher ersetzt wird“, heißt es.

- Hinweise an die Polizei Göttingen unter der Telefonnummer 0551/4912215 oder an die Autobahnpolizei - Telefonnummer: 0551/4916515

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