Berlin (dpa/tmn). Alle zwei Jahre muss das Auto „zum Tüv“. Gemeint ist die Hauptuntersuchung, nach der vorhandene Mängel beseitigt werden müssen. Wer sich vorab rechtzeitig kümmert, kann Geld sparen.

Ob Tüv, Dekra oder eine andere staatlich anerkannte Prüforganisation - werden Mängel beanstandet, müssen diese behoben werden. Je nachdem, wie schwerwiegend die Mängel sind, muss das Auto noch ein weiteres Mal vorgestellt werden und das kostet wieder Geld. Besser also, das Fahrzeug kommt möglichst mängelfrei zu den Prüfern.

„Alles, was die Verkehrssicherheit betrifft, ist mindestens ein gravierender Mangel“, sagt Jeannine Ulm vom Auto Club Europa (ACE). Ein klassisches Beispiel, das auch Laien vorab überprüfen können, ist die Profiltiefe der Reifen. Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor.

40 Euro Verwarnungsgeld drohen

Wird diese unterschritten, lohnt es sich, die Reifen vor der Hauptuntersuchung (HU) auszutauschen. „Sonst muss man innerhalb eines Monats zu einer kostenpflichtigen Nachuntersuchung. Wer die Frist versäumt, dem droht ein Verwarngeld von 40 Euro - es kann sich also läppern“, sagt Jeannine Ulm.

Auch andere Dinge können Fahrzeughalterinnen und -halter selbst vorab checken. Zwar gilt als geringfügiger Mangel, wenn die Glühlampe der Kennzeichenbeleuchtung defekt oder der Spiegel zerkratzt ist - aber, so betont die ACE-Sprecherin: „Gibt es mehrere geringfügige Mängel, kann auch das eine Nachuntersuchung nötig machen. Das liegt im Ermessen des jeweils Prüfenden.“

Von Abgas bis Zulassungsbescheinigung: Mithilfe einer Checkliste können sich Halter oder Halterin auf die HU vorbereiten. Der Tüv Süd zum Beispiel listet online alle wichtigen Punkte rund um die HU für Pkw auf.