Shenzhen (dpa/tmn). Bei uns kennt man sie vor allem für schnörkellose Familienautos. Doch daheim in China baut der Konzern BYD auch zwei echte Geländewagen - und überlegt jetzt den Verkauf in Europa.

Bekommen robuste Geländewagen wie Mercedes G-Klasse, Land Rover Defender und Ford Bronco bald Konkurrenz aus China? Wenn es nach den Vorstellungen einiger BYD-Manager geht, die sie bei einer Pressevorstellung in Shenzhen äußerten, dann schon. Danach liebäugelt der chinesische Konzern mit dem Export zweier Geländewagen - dem Yangwang U8 und dem Fang Cheng Bao Bao 5.

Beide haben ein markantes Design und sind zumindest in China zum Teil deutlich günstiger als ihre Konkurrenten: So startet der knappe fünf Meter lange Bao 5 bei umgerechnet rund 40 000 Euro - günstiger als etwa Bronco und Defender. Der U8 kostet etwa 140 000 Euro und ist damit billiger als manche Variante der G-Klasse.

Dafür gibt es laut BYD für den Bao 5 einen Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 505 kW/687 PS. Und der von einem Range Extender und einem Akku mit 49 kWh gespeiste Elektroantrieb des U8 kommt auf 882 kW/1200 PS.

Interessante Fahreigenschaften beim U8

Während sich der Antrieb des Bao 5 auf übliche Offroad-Extras wie Differenzialsperren und Geländefahrprogramme beschränkt, bietet der etwa 5,40 Meter lange U8 ein paar weitere Finessen. Er kann mit je einem E-Motor pro Rad nicht nur wie ein Panzer auf der Stelle drehen, sondern auch seitlich in Parklücken rutschen. Er ist zudem so gut abgedichtet, dass er eine halbe Stunde lang schwimmen kann - trotz seiner 3,5 Tonnen Leergewicht.

Offiziell ist die Markteinführung von U8 und Bao 5 noch nicht. Doch zumindest ein Exemplar des U8 ist bereits auf dem Weg nach Europa, bestätigt BYD: als Ausstellungsstück für den Genfer Autosalon ab Ende Februar.