BKA warnt

Sextortion: Fiese Betrugsmasche hat Männer zum Ziel

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Berlin.  Im Internet kursiert eine neue Betrugsmasche: Sextortion. Dabei werden Männer mit Videos aus Sex-Chats erpresst. Was Sie tun können.

Kennen Sie den Begriff "Sextortion"? Das ist eine Wortzusammensetzung aus den englischen Wörtern "Sex" und "Extortion" (Erpressung).

Das Bundeskriminalamt (BKA) definiert ihn recht griffig: "Bei sexueller Erpressung wird durch die Täter/innen Kontakt zu einem möglichen Opfer aufgenommen und durch virtuelle Gespräche ein Vertrauensverhältnis gebildet. Im weiteren Verlauf wird das Opfer aufgefordert, Nacktbilder zu erstellen und zu versenden, oder im gemeinsamen Videochat eindeutig sexuelle Handlungen vor laufender Kamera durchzuführen. Anschließend wird das Opfer in der Regel mit der Drohung konfrontiert, dass diese Aufnahmen im Netz veröffentlicht oder an Freunde und Familie verschickt werden, sollte die Zahlung eines geforderten Geldbetrags nicht erfolgen."

"Sextortion": Männer werden häufig zum Opfer

Das BKA schreibt weiter, dass häufig Männer Opfer dieser Betrugsmasche werden. Sie ist seit längerem bekannt, dennoch fallen immer wieder Personen darauf herein. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtete etwa Anfang Februar, dass ein 56-jähriger Mann aus dem östlichen Enzkreis (Baden-Württemberg) Opfer einer solchen Attacke geworden sei. Er soll einer Unbekannten ein Video geschickt haben, auf dem er nackt zu sehen war.

Die "BILD" informierte Mitte Februar darüber, dass es im Raum Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) zu mehreren Fällen von "Sextortion" gekommen sei. Demnach sollen Frauen mit Masturbationsszenen die Männer dazu animiert haben, es ihnen gleichzutun. Es folgte die Drohung: 1000 Euro oder die Mitschnitte finden den Weg ins Internet.

"Sextortion": Wie Sie sich schützen, was Sie tun können

Ganz wichtig, falls Sie schon erpresst werden: Überweisen Sie auf keinen Fall Geld, denn die Erpressung höre mit einer Zahlung in der Regel nicht auf, wie das BKA schreibt. Außerdem sollten Sie Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

Als Präventionsmaßnahmen empfiehlt das BKA unter anderem Folgendes:

  • keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen annehmen
  • nicht vorschnell einem Videochat zustimmen
  • im Zweifel Webkamera abkleben, vorerst nur verbal kommunizieren
  • keine intimen Handlungen vornehmen, falls Sie die andere Person noch nicht lange kennen