Altenburger Land. Von Holzskulpturen bis zur Auktion im Altenburger Land: Das Göpfersdorfer Holzbildhauer-Pleinair zieht Kunstliebhaber an.

  • 23. Göpfersdorfer Holzbildhauer-Pleinair begeistert mit Finissage.
  • Versteigerung als Höhepunkt in Göpfersdorf.
  • Kunst und Musik vereint auf dem Quellenhof.

Für reges Besucherinteresse sorgte jetzt im Kulturgut Quellenhof die Finissage, also der festliche Abschluss des 23. Göpfersdorfer Holzbildhauer-Pleinair.

Nach 14-tägigem Schaffen präsentierten 15 Holzbildhauer unter anderem aus dem Altenburger Land, Leipzig, Chemnitz und Berlin einem breiten Publikum ihre Werke.

Thomas Suchomel brilliert mit hölzernem Liebespaar

Zum Urgestein dieses traditionellen Göpfersdorfer Holzkünstlersymposiums von überregionaler Bedeutung gehört der bekannte Altenburger Maler, Grafiker und Restaurator Thomas Suchomel, der vor allem mit einem hölzernen Liebespaar brillierte. Nach langem Arbeiten mit Kettensäge, Klüpfel (Hammer), Schnitzeisen und dergleichen bezahlt ein Käufer beispielsweise für so ein hölzernes Paar schon mal 1000 Euro.

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Die gebürtige Bayerin und in Leipzig wohnende Künstlerin Leonie Löhr ließ in den zwei Wochen täglich einen wahren Recken wachsen, den sie aus einem zwei Meter hohen und 80 Zentimeter dicken Baumstamm modellierte. Dieser gedieh sogar zum unübersehbaren „Leuchtturm“ dieser Freiluft-Kunstausstellung. „Mein Großvater und mein Onkel waren schon bekannte Holzbildhauer am Bodensee, die meine Liebe zu dieser Kunstrichtung mit entfachten“, erklärte sie.

Fleißige Helferinnen und Helfer tragen zum Gelingen des Events bei

Die auch aus der Region stammende Jazzband Winterquartett um Jörg Winter am Piano umrahmte die Veranstaltung schwungvoll musikalisch. Die Göpfersdorfer Heimatfreunde beglückten die Besucher mit Leckerem und Getränken. Enrico Scholz vom veranstaltenden Heimatverein Göpfersdorf um Leiterin Susann Schatz führte durch das Programm und dankte Günther Lichtenstein für das gesponserte Holz und der Agrargenossenschaft Jückelberg, die den Transport der Baumstämme übernahm.

Besucherin Michaele Sojka, ehemalige Landrätin des Landkreises Altenburg, meinte: „Dieses kleine Garbisdorf macht oft mit Kultur und Kunst überregional auf sich aufmerksam, zieht so auch Besucher von weither an, die dann das Altenburger Land bestens kennen-lernen.“

Hölzerne Kunstwerke mit Versteigerung an den Mann gebracht

Einen Höhepunkt dieser Kunstaktion bildete die unter Leitung von Hobby-Auktionator Jens-Uwe Hoffmann durchgeführte Versteigerung einiger hölzerner Kunstwerke. Die vom Künstler Simeon Decker gefertigte Holzskulptur mit dem Rumpf eines Mädchens, das eine Friedenstaube in den Händen hält, ging beispielsweise für 300 Euro an einen Käufer. „Mit Sicht auf unsere leider kriegswütige Zeit soll diese Skulptur symbolisch den Frieden in die Welt bringen“, meinte der Randberliner Holzbildhauer. Die Versteigerungseinnahmen gehen an die Künstler und den Heimatverein.

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