Altenburger Land. Bevor der Spielplatz im Altenburger Land gebaut werden kann, muss jedoch Erdreich abgetragen werden. Warum, erklärt sich aus dem Bodengutachten.

  • Neuer Spielplatz in Gößnitz: Symbolischer Spatenstich gesetzt.
  • „Am alten Malzwerk“ soll gute Adresse werden für alle Generationen.
  • Umsetzung gelingt dank Fördergeldern.

Auf rund 3000 Quadratmetern - an der Gartenstraße im Herzen der Stadt - wächst in Gößnitz jetzt ein Spielplatz. Der Spatenstich dafür wurde am Donnerstagmorgen gesetzt.

Ab Montag wird gearbeitet, fertig soll er im August 2024. Oder vielmehr, der erste Bauabschnitt. Denn das Areal wird sowohl von der Stadtverwaltung Gößnitz als auch dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) als Gemeinschaftsprojekt gestaltet und finanziert.

Neue Spielgeräte für Spielplatz „Am alten Malzwerk“

Die Stadt Gößnitz ist dabei zuständig für den neuen Teil des dort entstehenden Spielplatzes, der unter dem Namen „Am alten Malzwerk“ firmiert. Hier sind Sitzbänke, Klettergerüst, eine Rollerstrecke, Fahrradständer, eine Blühwiese sowie ein grünes Klassenzimmer geplant. Außerdem sollen Bewegungsstationen für jedermann zu finden sein. Kostenpunkt: 203.170 Euro, 73.500 Euro davon kommen als Förderung aus dem Leader-Programm und damit vom Land Thüringen sowie der Europäischen Union.

Spielplatz am Freiheitsplatz muss umziehen

Ergänzt werden all diese neuen Spielgeräte - und das ist der zweite Bauabschnitt dieses Spielplatzes - mit den Spielgeräten, die aktuell noch als Spielplatz auf dem Gößnitzer Freiheitsplatz zu finden sind. Der wird - wegen Hochwassergefahr in diesem Teil der Stadt - umgesetzt hin auf die Wiese am Netto-Markt. Zuständig dafür ist wiederum das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz. Wann die Umsetzung des Spielplatzes passiert und wie viel das kosten wird, wusste beim symbolischen Spatenstich für das Spielareal am Donnerstagmorgen niemand zu sagen. Vertreter der Erfurter Landesbehörde waren nicht zugegen.

Kontaminierter Boden muss abgetragen werden

Klar ist indes, dass - bevor dort überhaupt etwas passieren kann - das Erdreich auf der gesamten Fläche und rund 30 Zentimeter tief abgetragen werden muss. Es ist mit Stoffen kontaminiert, die für den Bau eines Kinderspielplatzes laut der Vorschriften nicht akzeptabel sind. Auf die Kontaminierung stieß man, als man das Bodengutachten für das geplante Projekt erstellte. Unter anderem wegen dieser Erkenntnis und aufgrund steigender Lohn- und Materialkosten in der Baubranche sei der Bau des neuen Spielplatzes für die Stadt Gößnitz teurer geworden, hieß es vor Ort. Ursprünglich waren rund 100.000 Euro reine Baukosten nur für den Teil veranschlagt, für den die Stadt Gößnitz verantwortlich zeichnet.

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