Altenburger Land. Deutscher Wetterdienst gibt Entwarnung für das Altenburger Land. Große Schäden, Fluten und Hochwasser sind ausgeblieben. So sieht es aktuell an den Pegelmessstellen von Sprotte und Pleiße aus.

10.50 Uhr: Warnmeldungen für das Altenburger Land aufgehoben

Keine Warnungen für den Kreis Altenburger Land - das meldet der Deutsche Wetterdienst am 2. Juni um 10.37 Uhr. Damit sind alle Mitteilungen dieser Art, die seit vergangenen Donnerstag die Einwohner des Altenburger Landes in Atem hielten, aufgehoben. Auch die Pegelstände von Pleiße in Gößnitz und Sprotte in Großstöbnitz sind wieder weiter entfernt vom Meldebeginn eines möglichen Hochwassers. Gewitterschäden, Hochwasser und Überschwemmungen sind ausgeblieben - zum Glück. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle geht an all jene, die seit Donnerstag auf Achse waren, um das Altenburger Land für den Unwetter-Ernstfall zu rüsten: Feuerwehren, städtische Bauhöfe, Firmen und viele andere Helfer, die spätestens seit Freitag in Alarmbereitschaft waren. Uns allen einen schönen Sonntag!

20.52 Uhr: Wasser im Haus und Wehr gezogen

Die Großstöbnitzer Feuerwehr zieht das Wehr im Ort: Der Pegelstand beträgt hier um 20.30 Uhr 160 Zentimeter, Meldebeginn für ein sich anbahnendes Hochwasser ist bei 175 Zentimeter. In der Pleißestadt Gößnitz ist der Pegel des Flusses aktuell auf 118 Zentimeter angeschwollen. Meldebeginn liegt hier bei 160 Zentimeter. Die Schmöllner Feuerwehr meldet zudem einen Einsatz im Ortsteil Bohra. Das Problem: Wasser im Haus.

19.23 Uhr: Trotz starker Regenfälle - alles bleibt ruhig in Schmölln und Gößnitz

Heftige Niederschläge sind in Gößnitz und Schmölln niedergegangen – doch ohne Schaden anzurichten. Die Feuerwehren in beiden Städten melden: Alles ruhig geblieben, keine Einsätze, keine besonderen Vorkommnisse. Die beiden Bahnunterführungen in Schmölln am Coßwitzanger und in der Bachstraße füllten sich zwar kurz zum Teil mit Regenwasser. Doch die Kanäle haben alles geschafft: also freie Fahrt. Die Pegelstände von Pleiße in Gößnitz und Sprotte in Großstöbnitz sind um 18.45 Uhr nach wie vor vom Meldebeginn entfernt, sie betragen 65 bzw. 115 Zentimeter.  Der Deutsche Wetterdienst hält für das Altenburger Land indes seine Warnung vor gebietsweise kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial aufrecht. Der Fokus liegt nach wie vor auf dem - teils auch mehrstündigen - Starkregen und Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h.

14.52 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor starken Gewittern, Blitz- und Hagelschlag

Bei Gewitter mit Starkregen in Schmölln warnt die Feuerwehr Schmölln davor, die Bahnunterführungen Coßwitzanger (Foto) und Bachstraße zu passieren..
Bei Gewitter mit Starkregen in Schmölln warnt die Feuerwehr Schmölln davor, die Bahnunterführungen Coßwitzanger (Foto) und Bachstraße zu passieren.. © OTZ | Jana Borath

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell für das Altenburger Land vor starken Gewittern der zweithöchsten Warnstufe drei. Diese könnten voraussichtlich bis Samstagnachmittag auftreten. Es bestehe Lebensgefahr durch von Blitzschlag, Bäume könnten umstürzen. Ebenso könne es zu raschen Überflutungen oder Hagelschlag kommen. Schmöllns Stadtbrandmeister Mirko Kolz macht darauf aufmerksam, bei Wasser in den Bahnunterführungen am Coßwitzanger und in der Bachstraße diese nicht mehr zu nutzen. „Wir erleben immer wieder, dass Kraftfahrer die Unterführungen auch dann nutzen, wenn dort Wasser drin steht, das rote Warnlicht leuchtet oder die Absperrung aufgestellt ist. Nicht selten schwimmen die Autos dann einfach.“ 

13.15 Uhr: Schon 3000 gefüllte Sandsäcke in Gößnitz ausgegeben

Die Feuerwehr Gößnitz hat schon rund 3000 gefüllte Sandsäcke an die Einwohner der Stadt ausgegeben.  
Die Feuerwehr Gößnitz hat schon rund 3000 gefüllte Sandsäcke an die Einwohner der Stadt ausgegeben.   © Marcel Hilbert | Marcel Hilbert

Bei der Feuerwehr in Gößnitz ist bis dato noch alles ruhig – und die Kameraden sind auf den Ernstfall vorbereitet. Laut Ortsbrandmeister René Toll bereitet man sich auf heftige Gewitter und Starkregen vor. Seit Freitag gaben die Kameraden auch schon rund 3000 gefüllte Sandsäcke an Einwohner der Stadt heraus, insgesamt 17.000 stehen zur Verfügung. Ebenso vor Ort einsatzbereit sind zwei Boote. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG ist laut Toll auch die Großbaustelle entlang der Bahngleise in der Pleißestadt gesichert worden. Ebenfalls am Freitag wurden gemeinsam mit den Fußballern des FSV Gößnitz die Hochwassernetze an der Sportstätte Am Wehrrasen direkt am Pleißelauf hochgezogen. 

10.52 Uhr: Pegelstände an Sprotte und Pleiße aktuell normal

Der Deutsche Wetterdienst warnt im Altenburger Land vor kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial. Ab den Mittagsstunden sollen sie auftreten. Aktuell gilt diese Warnung bis Samstag um Mitternacht. Der Fokus liege hierbei auf teils auch mehrstündigen Starkregen, wie es heißt. Dabei können regional 30 bis 60 l/qm, lokal eng begrenzt auch bis 80 l/qm innerhalb weniger Stunden zusammenkommen. Der Wasserstand der Sprotte am Messpunkt Großstöbnitz liegt aktuell bei 87 Zentimetern. Meldebeginn ist bei einem Pegel von 175 Zentimeter. Der Pegel der Pleiße in Gößnitz liegt aktuell bei 40 Zentimetern. Meldebeginn hier ist ab 150 Zentimetern.

10.30 Uhr: Feuerwehren in Schmölln sind einsatzbereit

Die Stützpunktfeuerwehr und die freiwilligen Feuerwehren in den Schmöllner Ortsteilen sind auf möglichen Starkregen und lokale Überflutungen in der Schmöllner Region vorbereitet. Ein letztes Briefing aller Einsatzkräfte fand stand, die Vorbereitungen auf den Ernstfall sind laut Stadtbrandmeister Mirko Kolz abgeschlossen. Geklärt seien demnach alle logistischen Fragen: Die Sandsackfüllmaschine sei einsatzbereit, Säcke seien vorbereitet und auch der Nachschub mit Füllmaterial - sollte er nötig seien - sei organisiert. Insgesamt rund 50.000 Sandsäcke stünden im Ernstfall zur Verfügung. Die Region wurde in einzelne Einsatzgebiete entlang der Sprotte unterteilt: Schloßig, Untschen, Schmölln, Zschernitzsch, Großstöbnitz. Die Einsatzzentrale - von wo aus alles koordiniert wird im Ernstfall - befindet sich im Gerätehaus am Schmöllner Brauereiteich. Das Web-Team der Feuerwehr versorgte die Bevölkerung von dort aus mit aktuellen Informationen. Wer Sandsäcke oder Hilfe benötigt, wenden sich ebenfalls an die Einsatzzentrale am Brauereiteich.

17.45 Uhr: Diese Festivals und Feste im Altenburger Land fallen am Wochenende aus

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnungen für das Altenburger Land konkretisiert: Ab Samstagmittag, so meldet, er treten von Nordosten kommend gebietsweise kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial auf. Der Fokus liegt hierbei auf dem - teils auch mehrstündigen - Starkregen. Dabei können regional 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden zusammenkommen.

Diese Zeitung hält alle Online-Nutzerinnen und -Nutzer über alle weiteren Entwicklungen an der Unwetter-Front im Altenburger Land auf dem Laufenden. Wir haben hier nochmal alle Veranstaltungen im Altenburger Land zusammengefasst, die wegen drohendem Unwetter am Wochenende im Altenburger Land abgesagt wurden. Das betrifft das Kinder- und Vereinsfest auf dem Pfefferberg in Schmölln, ursprünglich geplant am 1. Juni ab 10 Uhr. „Die Sicherheit der Besucher steht an erster Stelle, welche bei Starkregen und eventuellem Sturm nicht mehr eingehalten werden kann“, meldet die Stadtverwaltung. Sobald ein neuer Termin feststeht, werde dieser bekannt gegeben.

Abgesagt ist außerdem das Wintersdorfer Drachenbootfestival, das am Samstag, 1. Juni stattfinden sollte. Ersatztermin für das 18. Drachenbootfestival am und auf dem Haselbacher See ist der 24. August 2024.

Verschoben ist ebenfalls der Meerathon in Meerane, der nun am Sonntag, 9. Juni gestartet werden soll. Ursprünglich geplant war er für den 2. Juni 2024. Über alle aktualisierten Details wird auf www.meerathon.com informiert. Anmeldungen bleiben bestehen, ebenso die Strecken-Distanzen.

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Und auch diese Veranstaltungen fallen amWochenende im Altenburger Land aus: Kinderfest auf „Bauch’s Hof“ in Ehrenhain, 30 Jahre Kinder- und Feuerwehrfest in Rositz, Flohmarkt um 14 Uhr und die Kinderdisco ab 16.30 Uhr im Freibad Gößnitz sowie Fête de l’Europe auf dem Altenburger Nordplatz.

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