Altenburger Land. Bürgermeister offenbart: Hohe Baupreise verhindern Entwicklung von drei potenziellen Wohngebieten in dieser Stadt im Altenburger Land.

  • Woran die Erschließung von drei Baustandorten scheitert.
  • Was die Stadt Schmölln dagegen tun will.
  • So viel Platz für neue Eigenheime könnte es geben.

Mit Hainanger, Kummerscher Weg und Kabsgraben hat die Stadt Schmölln drei Standorte für Eigenheime in der Hinterhand, die für die Bebauung fit gemacht werden könnten. Das Problem: Für keinen der Standorte findet die Stadt Schmölln einen Träger, der die Grundstücke erschließen und vermarkten könnte.

„Davon abgesehen sind unsererseits alle Vorarbeiten erledigt“, informierte Bürgermeister Sven Schrade (SPD) auf der letzten Sitzung des Schmöllner Stadtrates in der nun zu Ende gegangenen Legislaturperiode.

Stadt Schmölln will Interessenbekundungsverfahren starten

Den Grund für die bis dato vergebliche Suche lieferte er gleich mit: Die anhaltend hohen Baupreise. Zwischenzeitlich hatten sich schon die Stadtwerke Schmölln ins Gespräch gebracht, als Erschließungsträger wenigstens für einen der Standorte fungieren zu können. Doch aus rechtlicher Sicht ist dies für den 100-prozentigen Tochterbetrieb der Stadt Schmölln nicht möglich.

Nun will die Stadtverwaltung Schmölln im Sommer dieses Jahres Interessenbekundungsverfahren starten, um die Bauwilligkeit in der Region und das Interesse an den neuen Angeboten in der Stadt Schmölln zu erkunden.

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Das Areal im Kummerschen Weg am Ortsausgang der Stadt Schmölln in Richtung Gößnitz ist dabei als Bauerwartungsland ausgewiesen, hier könnten 20 bis 25 Eigenheimgrundstücke entstehen. Am Kapsgraben zwischen Schloßig und Schmölln - und dort oberhalb des Drogeriemarktes - könnten bis zu zehn Baugrundstücke geschaffen werden.

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Die Erschließung für alle drei Objekte kann die Stadt Schmölln nicht selbst finanzieren. „Das können wir uns einfach nicht leisten“, so Schrade. Allein für den Kummerschen Weg wären dafür rund 2,5 Millionen Euro aufzubringen. „Die Kraft haben wir einfach nicht, unsere Rücklagen geben das nicht her“, sagt Schrade.

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