Altenburger Land. Historische Terrassenelemente des Lindenau-Museums im Altenburger Land stehen zum Verkauf. Außerdem ist ein Baluster-Fest mit den Förderern des Hauses geplant.

  • Warum die Terrassenelemente verkauft werden.
  • Wem die Einnahmen zugutekommen.
  • Baluster-Fest im Herzoglichen Marstall.

Im Zuge der Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am Lindenau-Museum Altenburg wurden unter anderem erste Elemente der bisherigen Terrasse des Gebäudes abgetragen, teilt das Landratsamt Altenburger Land mit. Darunter sind die Baluster samt Abdeckungen, Schwellen und Pfosten.

Interessierte haben jetzt die Gelegenheit, diese Segmente der alten Terrassenbegrenzung käuflich zu erwerben.

Treppenanlage eng mit Erscheinungsbild des Lindenau-Museums verbunden

Für viele Menschen in der Region ist die alte Treppenanlage eng mit dem bisherigen Erscheinungsbild des Lindenau-Museums verbunden. Die Sandsteinelemente stellen zudem einen ideellen Wert für viele Bürgerinnen und Bürger dar, heißt es weiter in der Mitteilung der Kreisverwaltung. Solange der Vorrat reicht, können Elemente der früheren Treppenanlage jetzt erworben werden. Zum Verkauf stehen insgesamt 227 Baluster, 68 Schwellen, ebenso viele Abdeckungen und 40 Pfosten.

Diese Elemente der historischen Terrasse des Lindenau-Museums stehen zum Verkauf.
Diese Elemente der historischen Terrasse des Lindenau-Museums stehen zum Verkauf. © Funke Medien Thüringen | Landratsamt Altenburger Land

Sandsteinteile aus dem VEB Elbenaturstein Dresden

Zur Eröffnung des Museums 1897 zierte das Haus noch die weit ausschwingende Eingangstreppe zum ersten Obergeschoss nach dem Entwurf von Baumeister Julius Robert Enger. Doch bereits 1910 wurde der Eingangsbereich nach dem damaligen Geschmack und den Anforderungen neugestaltet. Später in den 1980er-Jahren wurde durch Feierabendbrigaden diese Terrasse vollständig erneuert. Die benötigten Sandsteinteile wurden damals vom Haustechniker des Museums in einem Pkw mit Anhänger in kleinen Chargen vom VEB Elbenaturstein von Dresden nach Altenburg transportiert.

Danach entsprach der Anbau lediglich augenscheinlich der bauzeitlichen Fassung von 1910. Etwa 40 Jahre lang gehörte diese „neue“ Terrassenbegrenzung zum Kunstmuseum. Im Vorjahr wurde diese Begrenzung für die gerade laufende Sanierung und zeitgemäße Neugestaltung des Museums endgültig demontiert.

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Jedes der jetzt zum Verkauf stehenden Elemente hat einen Mindestpreis. Wer einen höheren Betrag zahlt, erhält zusätzlich ein limitiertes Zertifikat. Der Verkaufserlös kommt vollständig dem Museum zugute: zum Beispiel für die Begrünung der Terrassenfläche. Bestellungen können per E-Mail über baluster-bestellung@altenburgerland.de oder telefonisch unter 03447 586-958 oder 03447 586-968 aufgegeben werden. Zudem können die Sandsteinelemente am Freitag, 5. Juli, von 17 bis 20 Uhr vor Ort im Herzoglichen Marstall besichtigt und bestellt werden. In dieser Zeit lädt der Förderkreis des Lindenau-Museums Altenburg im Herzoglichen Marstall zu einem kleinen Baluster-Fest ein. Sollten Elemente vergeben sein, werden Interessenten für eine Woche unverbindlich auf einer Warteliste platziert.

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