Altenburger Land. Vom Verfall zur Vision: Mutiger Neustart für das Dobitschener Wasserschloss im Altenburger Land.

Das Wasserschloss Dobitschen hat einen neuen Besitzer. Es ist Erwin Feurer aus der Schweiz, ein Mann mit Fantasie, Ideenreichtum, großem Herzen und ganz viel Respekt vor der Schönheit geschichtsträchtiger Häuser. Recherchiert man seinen Namen im Internet, stößt man unweigerlich auf andere seiner Projekte in Ostdeutschland. Die finden sich mit Schloss Radibor in der Oberlausitz und mit dem Bahnhof in Leisnig. An beiden Orten legte er sich für die Rettung der alten Bauten ins Zeug und dafür, seine Selbsthilfeorganisation - den International Burnout Fund - zu etablieren.

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Gerettet sind die Häuser - nicht nur von ihm - und, wie Feurer glücklich zugibt, von ihm in sehr gute Hände gelegt worden. Als Verkäufer beider Immobilien hat er bei den Kaufinteressenten wohl richtig hingeschaut - und dabei nicht nur aufs Geld geachtet.

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Seine Selbsthilfeorganisation indes wartet noch auf ihren Höhenflug. Den soll sie nun von Dobitschen aus starten. Warum nicht? Das Konzept liest sich schlüssig und gar nicht so abgehoben. Freilich: ohne Geld für eine intakte bauliche Hülle wird es trotzdem nicht gehen. Und ohne das Vertrauen der Menschen vor Ort ebenso wenig. Aber: mit dem Verein Altenburger Bauernhöfe und dem klugen Architekten Philipp Hesse samt weitreichender Netzwerke und bundesweiter Kontakte klappt es diesmal vielleicht doch. Sowohl mit der Erfüllung von Feurers Traum einer international agierenden Selbsthilfeorganisation als auch mit der Auferstehung des Wasserschlosses Dobitschen in neuem Glanz.

Der gebeutelten Immobilie wäre es zu wünschen nach Jahrzehnten des Siechtums und dem Dorf, dessen Einwohner hilflos zuschauen mussten, ebenfalls. Vielleicht braucht es gerade solch einen konsequenten Schwärmer wie Erwin Feurer: Als Anschieber quasi, der die Zeit des Verfalls des Dobitschener Wasserschlosses endlich aufhält und dieses Kleinod mit fliegenden Träumen ins rechte Licht der großen Öffentlichkeit rückt.  

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