Altenburger Land. Europawahl und lokale Stichwahlen prägen den Wahlsonntag im Altenburger Land – hohe Spannung erwartet. Aktuelle Entwicklungen zur Wahl im Altenburger Land ab Sonnabend hier im Liveticker.

  • 35 Parteien auf dem Stimmzettel zur Europawahl 2024.
  • Stichwahl in Altenburg: Melzer gegen Philipp.
  • Bekommt Gößnitz den jüngsten Bürgermeister Deutschlands?

Wieder steht den Wahlberechtigten im Altenburger Land ein Wahlsonntag ins Haus. Am 9. Juni geht es diesmal um die Wahl des Europäischen Parlamentes. Für die Europawahl 2024 wurden in Deutschland 35 Parteien zugelassen.

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Von größerem Interesse für die Einwohner im Altenburger Land dürften indes die Urnengänge sein, die über die künftige Besetzung des obersten Postens im Landratsamt Altenburger Land entscheiden sowie über den im Gößnitzer Rathaus.

Amtsinhaber und Newcomer bewerben sich für den Landratsposten Altenburger Land

Heiko Philipp (l.) und Uwe Melzer wollen den Chefposten im Landratsamt Altenburger Land.
Heiko Philipp (l.) und Uwe Melzer wollen den Chefposten im Landratsamt Altenburger Land. © Funke Medien Thüringen | Peter Michaelis

Für den Landratsposten haben es zwei Männer in die Stichwahl geschafft: Amtsinhaber Uwe Melzer (CDU), der es nochmal wissen möchte und Newcomer Heiko Philipp von der Alternative für Deutschland (AfD). Beide Kontrahenten lieferten sich bei der Stimmauszählung beim ersten Wahlgang am 26. Mai ein Kopf-an-Kopf-Rennen. An dessen Ende hatte der AfD-Bewerber mit 33,0 Prozent die Nase vorn. Uwe Melzer kam auf 32,3 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen. Keiner der beiden schaffte indes die notwendige Stimmmehrheit von 50 Prozent. Zur Erinnerung: Mitbewerber Frank Tempel (Die Linke) kam auf 14,9 Prozent, SPD-Kandidat Alexander Paulicks auf 7,8 Prozent und Einzelbewerber Uwe Rückert auf 12,1 Prozent der angegebenen Wählerstimmen.

Das ist Heiko Philipp von der Alternative für Deutschland

Der AfD-Kreisverband Altenburger Land hat auf einem Kreisparteitag am 9. März dieses Jahres Philipp einstimmig als Landratskandidaten nominiert. Mitglied in der AfD ist Philipp seit November 2023. Der gebürtige Altenburger ist 43 Jahre alt, und gelernter Kaufmann. Er ist nach 15 Jahren in verschiedenen, teils leitenden Positionen in der Privatwirtschaft als Unternehmer tätig. Philipp lebt mit seiner Familie inzwischen wieder in Altenburg.

CDU-Mann Uwe Melzer will es nochmal wissen

Uwe Melzer ist 1960 in Altenburg geboren und diplomierter Ingenieur für Bergbautechnologie. 1992 wurde er Bauamtsleiter in der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue und fungierte von 1999 bis Sommer 2018 als Vorsitzender dieser VG. 2004 zog Melzer erstmals für die CDU in den Kreistag ein. In den folgenden Jahren war er Kreistagsfraktionschef der CDU im Altenburger Land. 2012 kandidierte Melzer erstmals als Landrat, scheiterte aber mit nur 21,7 Prozent der Stimmen. 2018 trat er erneut an und setzte sich in der Stichwahl gegen die damalige Amtsinhaberin Michaele Sojka (Die Linke) durch. Melzer ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Treben. Im Januar dieses Jahres wurde er mit 97 Prozent vom CDU-Kreisverband als Landratskandidat nominiert.

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Spannung verspricht der Wahlsonntag in Gößnitz

André Becker (l.) und Patrick Albrecht wollen Bürgermeister von Gößnitz werden.
André Becker (l.) und Patrick Albrecht wollen Bürgermeister von Gößnitz werden. © Funke Medien Thüringen | Jana Borath

Spannung verspricht auch der Wahlsonntag in Gößnitz. Hier stehen sich zwei Bewerber für den Bürgermeisterposten gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist André Becker, der für die Bürgerinitiative `89 seit 2019 Mitglied im Gößnitzer Stadtrat sitzt. Er ist 48 Jahre alt, Inhaber eines Kosmetikstudios in Gößnitz und Vater von drei Kindern.

Und da ist Patrick Albrecht. Er tritt als Einzelbewerber an und ist 23 Jahre jung. Er ist parteilos und absolviert aktuell in Gotha ein duales Studium zum Diplom-Verwaltungswirt. In der Stadtverwaltung Gößnitz kennt sich der junge Mann indes sehr gut aus: Seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolvierte er nämlich im Gößnitzer Rathaus. Würde Albrecht die Wahl gewinnen, bekäme die Stadt Gößnitz den jüngsten hauptamtlichen Bürgermeister Deutschlands.

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Und Albrecht sorgte am 26. Mai in der Stadt Gößnitz schon mal für eine faustdicke Überraschung: denn er konnte mit 37,6 Prozent die meisten der abgegebenen Wählerstimmen erreichen. Sein Mitbewerber André Becker sammelte 29,1 Prozent der Stimmen ein. Deutlich dahinter rangieren die beiden anderen Mitbewerber, die inzwischen aus dem Rennen sind: Thomas Großmann (CDU) mit 19,5 Prozent der Stimmen und Rolf Luksch (Initiative Gößnitz) mit 13,8 Prozent der Stimmen.

Der ehemalige Amtsinhaber Wolfgang Scholz hatte das Amt Ende 2023 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt und war nicht wieder angetreten.

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