Jena. Erste Bilanz des vom Bund mit 3,9 Millionen Euro geförderte Verbundprojekt: Stadt kann in vielfacher Hinsicht profitieren.

  • Echtzeit-Verkehrsdaten und verbessertes Mobilitätsmanagement
  • Zentraler Datenbroker ermöglicht effiziente Steuerung des städtischen Verkehrs
  • KI-Ampelsystem und E-Bus-Lastmanagement optimieren Energieverbrauch und Verkehrsfluss

Wie kann mithilfe des 5G-Mobilfunknetzes die Situation für alle Verkehrsteilnehmenden in der Stadt verbessert werden? In Jena endet das durch den Bund mit 3,9 Millionen Euro unterstützte Modellprojekt „5G-Verkehrsvernetzung“. Das Projekt hat entscheidende Beiträge zur 5G-Technologie-Integration im städtischen Verkehrsnetz geleistet. Hierdurch ist es möglich geworden, Verkehrsinformationen in Echtzeit zu übermitteln und zu verarbeiten, um Mobilität effizienter und sicherer zu gestalten.

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Schlüsselkomponente ist eine zentrale Datenplattform, die verschiedene Verkehrsdaten verarbeitet und Echtzeitkommunikation für alle Verkehrsteilnehmer ermöglicht. „Dank des Projektes konnten wir frühzeitig einen prioritären Ausbau des 5G-Netzes in der Stadt erwirken“, sagt der zuständige Dezernent Benjamin Koppe (CDU).

Spezielle Kameras an Verkehrsknoten

Im Teilprojekt „kooperative Lichtsignalanlage“ wurde der Verkehrsfluss durch eine KI-basierte Steuerung optimiert. Details, wie die Länge der Ampelphasen, können somit sekundengenau angepasst werden, um den Verkehr zu verbessern. Der Kommunalservice Jena ist hierbei ein zentraler Akteur. Zwischen den mit speziellen Kameras ausgestatteten Verkehrsknotenpunkten Volksbad und Fischergasse wurde durch den Kommunalservice Jena dafür eine Teststrecke eingerichtet.

Neben Digitalisierungsdezernent Benjamin Koppe, Smart-City-Gesamtprojektleiterin Dorothea Prell und Projektmanagerin „5G Verkehrsvernetzung“, Heike Stötzner, sind Partner aus der regionalen Wirtschaft in Thüringen und Sachsen (Data in Motion, Inavet), aus Forschungseinrichtungen (TU Dresden, Hochschule Mittweida) und von städtischen Unternehmen (Kommunalservice Jena, Stadtwerke Jena Netze, Jenaer Nahverkehr) vor Ort.
Neben Digitalisierungsdezernent Benjamin Koppe, Smart-City-Gesamtprojektleiterin Dorothea Prell und Projektmanagerin „5G Verkehrsvernetzung“, Heike Stötzner, sind Partner aus der regionalen Wirtschaft in Thüringen und Sachsen (Data in Motion, Inavet), aus Forschungseinrichtungen (TU Dresden, Hochschule Mittweida) und von städtischen Unternehmen (Kommunalservice Jena, Stadtwerke Jena Netze, Jenaer Nahverkehr) vor Ort. © Stadt Jena

Ebenso wichtig ist das „Lastmanagementsystem“ für E-Busse. Die Stadtwerke Jena und der Jenaer Nahverkehr übermitteln mittels 5G Daten über Spannung und Leistung der E-Busse während des Ladevorgangs, wodurch eine effiziente Energieverwendung möglich wird. Ein weiterer Fortschritt ist ein Fahrerassistenzsystem für Straßenbahnen, das zur Vermeidung von Lastspitzen beiträgt.

Nach Abschluss des Projekts können die städtischen Dienste von den neuen technischen Lösungen und verbesserten Daten im Verkehrsmonitoring profitieren, die in das „Smart City Projekt“ integriert werden. Die erzielten Erfolge im Verkehrsmanagement sind dem Einsatz lokaler Unternehmen und der Unterstützung durch Forschungseinrichtungen zu verdanken.