Jena. Eine neue Lademöglichkeit erprobt der Kommunalservice Jena. Und die CDU nominiert einen Bundesverdienstkreuz-Träger zum Stadtratsvorsitzenden.

Pilotprojekt zum Laden von E-Autos

Können Elektroautos in Jena bald an Straßenlaternen aufgeladen werden? Welche technischen Voraussetzungen braucht es dafür? Und an welchen Standorten könnte das sinnvoll sein? Diesen und weiteren Fragen widmet sich ein neues Pilotprojekt der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck und des Kommunalservice Jena (KSJ). Dabei wurde auf dem Kundenparkplatz des KSJ an der Löbstedter Straße 68 ein erster Straßenbeleuchtungsmast mit einer Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge ausgestattet.  

Während der Erprobung kann der mit Ladeinfrastruktur ausgestattete Laternenmast ausschließlich von den Projektpartnern genutzt werden, heißt es in einer Mitteilung. Geplant sei aber, in den nächsten Monaten weitere vier Laternen-Ladepunkte im öffentlichen Raum zu schaffen, die jeder nutzen kann. „Unsere Erkenntnisse in den kommenden Monaten werden zeigen, inwieweit das Tanken von Strom an Straßenlaternen in Jena zukunftsfähig ist“, sagt Djamila Neutert, Teamleiterin Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Energie.

Das Thema Laternenladen unterliege in Jena spezifischen Rahmenbedingungen, wie Wolfgang Hillesheim, Verantwortlicher für Verkehrssteuerung beim KSJ, sagt: „Das Stromnetz der Straßenbeleuchtung in Jena unterscheidet sich von der üblichen Hausinstallation. Technische Faktoren sind die Leitungslänge und eine vergleichsweise geringe Leistung, die naturgemäß nur in der dunklen Tageszeit geschaltet wird. Aber auch der Standort ist entscheidend, ob sich eine Laterne überhaupt als Ladepunkt anbietet. Nun gilt es auszuloten, ob die zur Verfügung stehende Leistung reicht, um Fahrzeuge in einem angemessenen Zeitraum mit Strom aufzuladen.“

Spätestens Ende des Jahres solle eine abschließende Entscheidung des Laternenladens in Jena getroffen sein.  Der Kommunalservice Jena betreibt nach eigenen Angaben in der Stadt rund 12.500 Straßenlaternen.

CDU will Stadtratsvorsitzenden stellen

Die CDU-Fraktion hat Ulrich S. Schubert einstimmig für das Amt des Stadtratsvorsitzenden in Jena nominiert. Die CDU folge damit der demokratischen Gepflogenheit, dass die stärkste Fraktion den Stadtratsvorsitzenden stellt.

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„Ulrich S. Schubert wurde mit dem Bundesverdienstkreuz, mit der Auszeichnung ‚Hochschullehrer des Jahres‘ und mit dem höchsten Forschungspreis des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnet. Seine einstimmige Nominierung durch die CDU-Fraktion ist unser überparteiliches Angebot an die Fraktionen des Stadtrates“, sagt Kreis- und Fraktionsvorsitzender Guntram Wothly. Schubert sei auch durch seine Tätigkeiten in mehreren von ihm initiierten Stiftungen für krebskranke Kinder und für Luftreiniger in den Kindergärten sowie Schulen in Jena seit mehr als einer Dekade in „absoluter Vorbildfunktion“ tätig, so Wothly. Schubert ist parteilos.

Denny Jankowski führt AfD-Fraktion

Denny Jankowski ist einstimmig erneut zum Fraktionsvorsitzenden der AfD im Stadtrat von Jena gewählt worden. Den stellvertretenden Fraktionsvorsitz übernimmt Ralf Schild, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde, heißt es in einer Mitteilung. „Als eine der wenigen im Stadtrat vertretenen Parteien konnten wir bei der Wahl Zugewinne verzeichnen. Das Wahlergebnis zeigt deutlich, dass die Jenaer Bevölkerung einen Politikwechsel in dieser Stadt wünscht und es dafür einer starken Alternative bedarf“, so Denny Jankowski.

Volt unterstützt Lützkendorf in Stichwahl

Die Partei Volt, die erstmals in den Stadtrat von Jena eingezogen ist, unterstützt bei der Oberbürgermeister-Stichwahl die Grünen-Kandidatin Kathleen Lützkendorf. „Mobilität von der Stadt bis aufs Land ist eines meiner Kernthemen für die kommende Legislatur. Eine soziale und nachhaltige Verkehrswende, die auch die umliegenden Ortsteile von Jena berücksichtigt, ist nur mit Kathleen Lützkendorf umsetzbar”, wird die künftige Volt-Stadträtin Johanna Grenzer zitiert. Vor allem die Verkehrswende, das klare Bekenntnis von Lützkendorf zur Umsetzung des Klimaaktionsplans und der Einsatz für Vielfalt in Jena seien Volt besonders wichtig.

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