Jena. Der saisonale Aufschwung am Arbeitsmarkt in Jena und im Saale-Holzland ist gering.

Wieder mehr Menschen in Jena mussten sich zuletzt arbeitslos melden. Die Quote betrug im Mai 5,8 Prozent, im Vorjahr lag diese bei 5,5 Prozent. Das ist entgegen des Ostthüringer Trends, geht aus der Mitteilung der Agentur für Arbeit hervor. Im Mai sank die Arbeitslosenquote im Raum Jena, Gera, Greiz bis Saalfeld-Rudolstadt leicht um 0,1 Prozent, lag aber höher mit 6,2 Prozent.

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Im Mai waren 1043 Arbeitsstellen in Jena gemeldet, gegenüber April sei das ein Plus von 32 (3 Prozent). Seit Jahresbeginn wuchs die Zahl der neu verfügbaren Stellen um einen Prozent an. Dagegen mussten Arbeitgeber zwischen Januar und Mai 1047 Stellen abmelden, was einen Stellenabgang von einem Prozent bedeutet.

Im Saale-Holzland-Kreis verringerte sich die Arbeitslosenquote auf 4,7 Prozent (Vorjahr 4,5 Prozent). Mehr Arbeitsstellen konnten hier erfasst werden (6 Prozent Zuwachs zum Vorjahr).

Fachkräfte sind weiter Mangelware

Stefan Scholz sagt, der Arbeitsmarkt werde weniger günstig von konjunkturellen Faktoren beeinflusst. „Ich merke das an der geringeren Zahl an Stellenmeldungen und auch im Bestand gibt es deutlich weniger offene Stellen als in den vergangenen Jahren“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost. Fachkräfte würden aber weiterhin gesucht, während Arbeitsangebote für einfachere Tätigkeiten zurückgängen. Offene Stellen ergäben sich meist durch Mitarbeiter, die gehen, weniger durch den Bedarf wegen „auftragsbedingter Mehrbedarfen“. Scholz fühle sich verhalten optimistisch, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt im Sommer entspanne.

Die Zahl der Menschen in Jena, die eine Berufsausbildung beginnen wollen, stieg leicht an (6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum). Im Kreis sank die Zahl um zwei Prozent. 333 Ausbildungsstellen waren im Mai in Jena noch unbesetzt (Saale-Holzland: 301 Stellen). „Besonders viele freie Ausbildungsplätze gibt es für angehende Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer sowie Kaufleute für Büromanagement und Fachinformatiker“, heißt es in der Mitteilung der Agentur für Arbeit.

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