Jena. Unternehmer helfen als „Sportfreunde Jena“ Vereinen und Einzelsportlern und tun damit auch etwas für die Wirtschaft in der Stadt.

Sie sehen sich als waschechte Sportfreunde und nennen sich deshalb auch „Sportfreunde Jena“, die acht Unternehmer. Mit von der Partie sind Fliesenleger, Baufirma, Steuerberater, Malerfachbetrieb, Rechtsanwalt, Versicherungsmakler sowie zwei Immobilienberater. Was sie zu einer lockeren Vereinigung zusammenführte, ist der Wille, etwas für den Sport in Jena zu tun, und zwar nicht nur für den Profisport, sondern auch für den Breitensport, sagt der Sprecher der Gruppe, Lutz Berbig.

So sind diese schon jahrelang aktiven Sponsoren des FC Carl Zeiss Jena vor etwa fünf, sechs Jahren zu der Auffassung gelangt, dass man nicht nur den Profisport unterstützen sollte, sondern unbedingt auch den Breitensport. Festlegen will man sich hierbei jedoch nicht, sagt Berbig. Man sei völlig offen für alle Sportarten, wo es Unterstützung bedarf. Aber eines rangiert dann doch ganz vorn: die Förderung des sportlichen Nachwuchses.

Viele Sportler und Vereine in Jena werden unterstützt

Überhaupt spiele der soziale Aspekt neben dem sportlichen eine große Rolle, unterstreicht Berbig und verweist darauf, dass man bislang Sportvereine und Einzelsportler gefördert habe, die sonst vielleicht nicht so im Blickpunkt stehen. Die aber seien oft dringend auf Hilfe angewiesen, um Training, Ausbildung und Studium sowie die Teilnahme an Wettkämpfen fortsetzen zu können.

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Beispiele dafür sind zum Beispiel die junge Radsportlerin Miriam Zeise, der man half, die Kosten ihres USA-Studiums zu meistern, und der Biathlet Max Barchewitz. Auch das internationale Speerwurf-Festival von Thomas Röhler, die Frauen-Fußballmannschaft des FC Carl Zeiss Jena und Jenas Basketballer kamen in den Genuss von Spenden der Sportfreunde.

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Die Wohnsportgemeinschaft Lobeda mit ihrem Ehrenvorsitzenden Gerd Busch gehörte ebenso zu den geförderten Vereinen wie das Badminton-Team des SV Gutsmuths, die Laufgruppe „Luigi & Friends“ sowie die Initiative „Sonne im Paradies“ mit ihren Beachvolleyball-Turnieren. Darüber hinaus verfolgen die Sportfreunde derzeit ein museales Projekt, das der Geschichte des Jenaer Sports und besonders des Fußballs breiten Raum geben soll.

Netzwerke entstehen

Insgesamt geht es den Sportfreunden nicht nur um finanzielle Hilfen, sondern auch um das Vermitteln von Know-how. Dass hier Netzwerke entstehen, die sowohl den Sportlern als auch den beteiligten Unternehmern zugutekommen, sei ein schöner Nebeneffekt, sagt Berbig. Er geht sogar noch weiter: „Durch das gemeinsame Engagement für den Sport in Jena bilden sich neue Netzwerke, die auch interessante Impulse für die Wirtschaft in der Region auslösen. Es haben also durchaus Unternehmer etwas davon, wenn sie Geld für den Sport geben. Durch das Miteinander für den Sport ist auch ein reger gedanklicher Austausch entstanden, den wir nicht mehr missen möchten.“

Auch gemeinsame Feiern und Empfänge mit den Sportlern oder der Besuch des Champions-League-Spiels Union Berlin gegen Real Madrid sorgen für das Entstehen neuer Ideen, sowohl für das Sponsoring als auch für die unternehmerische Tätigkeit.

Neue Mitstreiter gesucht

In Zukunft wollen die Sportfreunde neue Wege der Organisation ihres Sponsorings gehen. So überlegt man derzeit, ob die Struktur eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins die geeignete Hülle für die weitere Arbeit sein könnte. Und im Übrigen ist man offen für neue Mitstreiter aus der Wirtschaft. Ansprechpartner dafür ist Lutz Berbig, der unter der Mailadresse lutz.berbig@gmail.com erreichbar ist.