Jena. Das Bachstraßen-Areal in Jena soll zu einem Wissenschaftscampus umgebaut werden. Jetzt haben die ersten Arbeiten dafür begonnen.

Mit ersten Untersuchungen an der Bausubstanz des Gebäudes der ehemaligen Frauenklinik ist die Umbauphase des Bachstraßen-Areals in Jena zu einem innerstädtischen Wissenschaftscampus gestartet, heißt es in einer Mitteilung Thüringer Ministeriums Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Künftig sollen hier vor allem Fachbereiche wie Pharmazie und Ernährungswissenschaften angesiedelt werden.

Die eigentlichen Bauarbeiten werden – nach Bestätigung der Bauanmeldung und Vorliegen des Bebauungsplans – voraussichtlich Ende 2025 beginnen. Bis Ende 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Umbau des Bachstraßen-Areals in Jena kostet 90,6 Millionen Euro

Auf dem Bachstraßen-Areal finden sich große, stadtbildprägende Gebäude aus verschiedenen Epochen. Die meisten davon – einschließlich zweier „Hochbunker“ – wurden speziell für medizinische Zwecke errichtet und bisher überwiegend durch das Universitätsklinikum Jena (UKJ) genutzt. Das Areal hat eine Größe von 39.000 Quadratmetern, die sich überwiegend im Eigentum des Landes, zum Teil im Körperschaftseigentum des UKJ sowie zu einem geringen Teil im Eigentum der Ernst-Abbe-Stiftung befinden.

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Für die Finanzierung des Vorhabens stellt das Land im Zeitraum bis 2029 insgesamt 54,3 Millionen Euro aus europäischen Fördermitteln und 27,2 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. Zehn Prozent der geplanten Gesamtausgaben bringen die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als künftige Nutzer ein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 90,6 Millionen Euro, heißt es.

Bessere Bedingungen von Studierenden

Die geplante Baumaßnahme umfasst einen Neubau und die Sanierung des Bestandsgebäudes der ehemaligen Frauenklinik für die Universität sowie einen Neubau für das DLR. Insgesamt sollen 8575 Quadratmeter Nutzfläche entstehen: 6065 Quadratmeter für das Institut für Pharmazie und Teilbereiche des Institutes für Ernährungswissenschaften der Universität sowie 2511 Quadratmeter für das Institut für Datenwissenschaften des DLR.

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Mit der modernen und funktionalen Lehr- und Forschungsinfrastruktur auf dem neuen Campus werde die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ihres Forschungsnetzwerks deutlich gestärkt, sagt Georg Pohnert, der kommissarische Leiter der Universität. „Von dem neuen Wissenschaftscampus profitieren besonders die Studierenden, die in den neu gestalteten Gebäuden neben Laboren, Seminarräumen und Hörsälen auch Bereiche für studentisches Arbeiten und Kommunikation nutzen können. Hervorragende Studienbedingungen sind insbesondere für die Ausbildung von Pharmazeutinnen und Pharmazeuten in Thüringen von höchster Relevanz“.