Zeulenroda-Triebes. Heidi Henze erlebte schöne Sachen und vergaß ihre Bange vor dem Unwetter

„Merkendorf ist ein geiles Dorf“, bekam ich am Sonntagmorgen aus den Reihen der Gäste am Straßenrad zum Festumzug gesagt. Die Merkendorfer sind so freundlich und aufgeschlossen - das sei fantastisch, erzählt die junge Frau, die mit ihrer kleinen Tochter fröhlich den vorbei ziehenden festlich und bunt geschmückten Wagen zu winkte. In vielen Kutschen oder hoch zu Ross hatten junge und junggebliebene Damen und Herren, die sich mächtig in Schale geworfen hatten, Platz genommen und winkten oder verteilten Süßigkeiten an die Gäste am Straßenrand.

Die junge Frau war mindestens ebenso happy, wie die Merkendorfer. Das wusste die junge Dame nicht, denn die Merkendorfer sind nicht nur freundlich und aufgeschlossen, sie schauen auch über ihren eigenen Tellerrand hinaus und sie haben trotz aller Wetterwarnungen ein fantastisches Festwochenende zum 700-jährigen ihres Ortes auf die Beine gestellt. Vom Parkplatz bis ins Dorfinnere war auch ich am Samstag pitschnass geworden, doch die gute Laune, die mir von den Veranstaltern und Gästen überall entgegenschlug, ließen mich die nassen Schuhe und Hose, einfach vergessen. Wieder zu Hause zog ich mich um und begab mich erneut auf Tour nach Neumühle. Die hier im Wasser pantschenden Kleinen haben dann endgültig die Bange vor dem vorhergesagten Unwettern weggeblasen.