Greiz. Deshalb hat der blaue Denkzettel der AfD nur Europa erreicht und nicht den Landkreis Greiz.

Allgemeine Erleichterung macht sich breit. Der Landkreis erlebt kein blaues Wunder. Selbst die Wahlhelfer atmeten hörbar und sichtbar auf, als sie die Stimmen in der Stichwahl um den Landratsamtsposten auszählten. „Na zum Glück“, sagte einer. „Wenigstens das“, eine andere.

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Denn zuvor wurden die Stimmzettel für die Europawahl ausgezählt. Schnell wuchs der zweite Stapel. Kopfschütteln. Stirnrunzeln. Es war der der AfD. Im Landkreis Greiz fuhren die „bösen Blauen“, wie sich ein Greizer Parteimitglied einmal selbst bezeichnete, in der Europawahl 35 Prozent ein. Doch letztendlich entschieden sich die Einwohner bei den Posten im Landkreis anders.

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In den Stichwahlen gewann kein einziger AfD-Kandidat. Christian Tischner (CDU) kommentierte das am Rande einer Veranstaltung mit den Worten, dass uns keiner einfach den blauen Stempel aufdrücken könne. Die Europawahl jedoch zeigt, dass die Menschen höchst unzufrieden mit „denen da oben“ sind. Ein blauer Denkzettel.

Viele wünschen sich eine Politik, die wieder näher an der Basis ist. Selbst Kommunalpolitiker äußern sich so. Die Wahl Ulli Schäfers auf den Landratsposten zeigt, wie sehr der Münchenbernsdorfer an der Basis im Landkreis verwurzelt ist und sich für die Menschen einsetzt. Jetzt muss er in den nächsten sechs Jahren genau das liefern und sich stark machen für einen lebens- und liebenswerten Landkreis.

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