Saale-Holzland. Die Erdbeersaison beginnt: Ein neues Feld ist bei Jena entstanden, andernorts ist geschlossen. Die Details zu Preisen, Öffnungszeiten und Ernteausfällen.

Neue Ernte am Radweg nach Kahla

Ein neues Erdbeerfeld dürften Radfahrer zwischen Jena und Kahla bereits gesichtet haben. Direkt am Saaleradweg wachsen von Norden kommend kurz vor Großpürschütz linkerhand die Früchtchen heran. Katrin Pfeifer-Leeg bepflanzte im Vorjahr das ein Hektar große Feld mit den Sorten Allegro und Verdi. „Leider war der Herbst sehr trocken, weshalb wir im Frühjahr viel nachpflanzen mussten“, sagt sie. Der späte Frost traf zudem auf die früh aufgeblühten Pflanzen, sodass hierdurch der Ertrag in diesem Jahr erst einmal geringer sei.

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Die ersten Pflücker holten sich aber bereits rote Früchte. Ein Korb oder ein anderes Behältnis sind mitzubringen. Wer mit dem Auto anreist, kann von Großpürschütz kommend über den Radweg bis zum Feld vorfahren. Pfeifer-Leeg habe während der Saison eine Genehmigung der Gemeinde erhalten.

Öffnungszeiten: dienstags und freitags von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags 9 bis 13 Uhr

Preis: 7 Euro pro Kilo

Günstiger Preis in Schöps

Weiter nördlich reifen die Früchte am bereits seit 2019 existierende Erdbeerfeld heran. Die Geschäftspartnerinnen Katrin Pfeifer-Leeg und Katrin Brüning hatten sich getrennt, sodass nur noch Brüning am Ortsausgang von Schöps jetzt die 4000 Quadratmeter bewirtschaftet. Ab voraussichtlich Mittwoch können dort Erdbeeren geerntet werden. Allegro, Sonsation, Polka und Korona gedeihen dort.

Das Erdbeerfeld in Schöps bei Kahla ist für Selbstpflücker vorhanden und vermutlich ab 5. Juni offen - anders als angeschrieben.
Das Erdbeerfeld in Schöps bei Kahla ist für Selbstpflücker vorhanden und vermutlich ab 5. Juni offen - anders als angeschrieben. © Funkemedien Thüringen | Katja Dörn

Die Nässe und Schnecken setzten den Früchten zu, weshalb sich Brüning für einen niedrigeren Preis pro Kilo entschieden hat. Das Feld werde komplett nach biologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet und komme ohne Pflanzenschutzmittel aus. Eine Bio-Zertifizierung besitzt Katrin Brüning aber noch nicht.

Gegenüber dem Erdbeerfeld können in der Saale-Aue bald auch wieder Blumensträuße selbst zusammengestellt werden.

Öffnungszeiten: voraussichtlich ab Mittwoch, 5. Juni. Die genauen Zeiten werden noch veröffentlicht unter www.erdbeeren-schoeps.de

Preis: 5,80 Euro pro Kilo

Erdbeeren pflücken in Zöllnitz

Die Erdbeersaison ist in Zöllnitz ebenfalls eröffnet. Südlich von Jena-Lobeda bewirtschaftet Familie Friedel den Stangenwiesenhof, zu dem seit drei Jahren Erdbeerfeld gehört. Vier Sorten reifen auf einem Hektar an – wenn denn die Sonne scheint. „Wir hangeln uns von einem Tag zum anderen“, sagt Dirk Friedel zu den Öffnungszeiten. Je nachdem, wie viele neue Früchte rot gereift sind, werde über die Facebook-Seite ein neuer Öffnungstag bekanntgegeben. „Der Sommer kommt nicht in die Gänge.“

Neu angepflanzt wurde die Sorte Verdi, außerdem reifen Malwina, Sonata und Faith. Für spontane Besucher stehen Körbe und kleine Schalen zum Pflücken bereit.

Öffnungszeiten: derzeit tagesabhängig – Details unter der Facebook-Seite des Stangenwiesenhofs Zöllnitz

Preis: 7 Euro pro Kilo, ab fünf Kilo werden 50 Cent weniger bezahlt. Die Preise können im Laufe der Saison fallen.

Selbsternte auch in Jena möglich

Das „Flussland Jena“ baute im Vorjahr ein kleines Selbstpflücker-Feld auf. Auf dem Radweg am Burgauer Weg ist das Erdbeerfeld zu finden. „Flussland Jena“ ist ein Urban-Gardening-Projekt, bei dem kleine Parzellen bewirtschaftet werden können.

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 14 bis 19 Uhr

Preis: 8 Euro pro Kilo

Keine Chance mehr in Hermsdorf

Das Erdbeerfeld in Hermsdorf ist geschlossen. Die Firma Funck, die mehrere Plantagen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt betreibt, verweist auf einen Standort in Oberkaka. Der Ort in Sachsen-Anhalt liegt zwischen Eisenberg und Weißenfels.

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