Eisenberg. Gleichmann von den Linken spricht sich für CDU-Kandidat Waschnewski aus. Man solle den demokratischen Kandidaten wählen.

Der „Aktionskreis Demokratie“ und „Weltoffenes Thüringen“ riefen am Montagabend zu einer Kundgebung auf vor dem Landratsamt in Eisenberg. Grund dafür war die kommende Stichwahl zwischen den beiden Landratskandidaten Waschnewski von der CDU und Bratfisch von der AfD. Waschnewski selbst war anwesend, wie auch der im ersten Wahlgang ausgeschiedene Gleichmann von den Linken.

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„Noch gibt es die Möglichkeit, was zu reißen“, sagte Knut Meenzen, der die Kundgebung moderierte. Die Kundgebung sei kurzfristig entstanden. Es waren in etwa 40 Menschen gekommen. „Wir wollen die Leute mobilisieren, einen demokratischen Kandidaten zu wählen“, hieß es. Es ginge dabei nicht nur darum, gegen die AfD zu sein, sondern für die Demokratie.

Gleichmann für CDU-Kandidaten als Landrat

Neben Waschnewski und Gleichmann sprach auch Renata Čonková vom Landesverband RomnoKher Thüringen der Sinti und Roma. Sie nutzte die Gelegenheit, um über eigene Erfahrungen und Rassismus sowie Fremdenfeindlichkeit in Thüringen zu sprechen.

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Gleichmann betonte, wie wichtig es sei, auch dann wählen zu gehen, selbst wenn man von keinem der Kandidaten hundertprozentig überzeugt sei. Er sprach sich für den Landratskandidaten Waschnewski aus, obwohl man sonst thematisch viel zu diskutieren hätte. Toleranz und Weltoffenheit sei allen demokratischen Parteien gleich. „Demokratie bedeutet auch Streit. Man muss sich nicht immer einig sein. Es ist jedoch wichtig, dass man sich zumindest auf die Demokratie einigt“, sagt Meenzen.

Landratskandidat der AfD Christian Bratfisch wollte sich nicht zu der Kundgebung vor dem Landratsamt äußern.