Eisenberg. Saale-Holzland: Vom 7. bis 9. Juni feiert Eisenberg 750 Jahre Stadtrecht. Wie man dort Shoppingstar wird und was Gäste Neues erfahren können.

Thomas Dummin vom Eisenberger Kunstverein betrachtet zufrieden die neuen Exponate für das am Wochenende stattfindende Mohrenfest, mit dem Eisenberg zugleich 750 Jahre Stadtrecht feiert. Ein Blick auf das Sammelsurium legt offen: Der Kreativität waren kaum Grenzen gesetzt.

Eisenberg-Fans können zum Stadtfest neue Magnete, T-Shirts, Stoffbeutel, Tassen und mehr erstehen. „Bei den Magneten gibt es eine große Auswahl an Motiven – von reellen Kunstwerken über Fotografien, privaten Aufnahmen von Bürgern bis zu historischen Fotos“, informiert Vereinschef Dummin. Was die Tassen betrifft, so sind seit dieser Saison drei Tassen mit unterschiedlichen Motiven erhältlich. Eine neue Idee sind kleine Statuetten – hochauflösende Fotos auf Plexiglas – mit dem Eisenberger Mohren oder anderen Motiven.

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Aktuell kümmert sich Thomas Dummin um Postkarten, die sowohl historische als auch neuzeitliche Abbildungen zeigen. „Das war sehr viel Arbeit, auf die ich stolz bin. Die historischen Aufzeichnungen zu digitalisieren, kostete Zeit, doch es hat sich gelohnt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Die Kosten müsse der Verein nicht allein tragen. „Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung können wir das schultern“, sagt Dummin. Seine Motivation, sich den Kopf über neue Motive zu zerbrechen? „Es geht nicht nur um neue Motive. Mein Antrieb ist, dass ich mein direktes Umfeld gern mitgestalten und verändern möchte.“

Gibt es ein Lieblingsstück? „Ich mag die alten Wappen. Seit Januar hatte ich daran gearbeitet. Sie mussten digitalisiert werden, weil die Abbildungen zum Teil unvollständig oder schwer zu erkennen waren. Also fotografierte ich die Wappen ab, scannte sie ein und modellierte die fehlenden Teile am Computer nach.“

Geld soll in Eisenberg bleiben – dafür stehen von links Steffen Tostlebe (Stadtwerke Eisenberg), Bürgermeister Michael Kieslich, Christine Daum (Innenstadt Initiative), Thomas Dummin (Kunstverein) und Stadtmanager Max Nottrodt mit Stempelkarten und Sammeltassen.
Geld soll in Eisenberg bleiben – dafür stehen von links Steffen Tostlebe (Stadtwerke Eisenberg), Bürgermeister Michael Kieslich, Christine Daum (Innenstadt Initiative), Thomas Dummin (Kunstverein) und Stadtmanager Max Nottrodt mit Stempelkarten und Sammeltassen. © Funke Medien Thüringen | Jana Scheiding

Eisenberg sucht Shoppingstars

Die Eisenberger Tassen sind unter anderem bei den Händlern der Innenstadt, der Stadtinformation und dem Kunstverein erhältlich. Derzeit sammelt Christine Daum, Chefin der Innenstadtinitiative, die Stempelkarten ein. Händler, die noch im Besitz von Karten sind, werden gebeten, diese im Schuhladen Steinweg abzugeben.

Die beiden Shoppingstars, die am Sonntag um 16 Uhr gezogen werden, dürfen sich über Einkaufsgutscheine und eine Motivtasse freuen. „Ein Euro pro verkaufter Tasse wird einem guten Zweck zugeführt“, verrät Daum. Vereine dürfen sich um die Zuwendung bewerben. Mehr Informationen gibt es am Sonntag vor der Bühne auf dem Eisenberger Marktplatz.

Mohrenfest in Eisenberg: Vereine präsentieren sich

Zum Mohrenfest dürfen sich auf dem Eisenberger Schlosshof Vereine präsentieren. Einer davon ist der Verein für Regional- und Technikgeschichte Hermsdorf. „Wir sind in Eisenberg mit einem Infostand vertreten. Die Besucher können von uns Wissenswertes über die Stromgeschichte Thüringens erfahren, speziell über die Ortschaften Laasdorf, Hummelshain, Gera-Langenberg oder Stadtroda“, macht Dieter Grützmann neugierig.  

Die Geschichte des Stromes habe meist mit einer Wassermühle – wie in Laasdorf – begonnen, fährt Grützmann fort. Wie man Stromerzeugung und -verbrauch miteinander in Einklang bringe, habe vielen Menschen Kopfzerbrechen bereitet, „bis die Menschen darauf kamen, Netzwerke zu bilden“. Mehr zum Thema erfahren Interessierte am 8. und 9. Juni.

Parken zum Mohrenfest

Dem Besucherstrom über die drei tollen Tage will die Stadt Eisenberg als Gastgeberin gerecht werden und weist deshalb einige Parkmöglichkeiten aus. Ihre Fahrzeuge können Festbesucher auf den Parkplätzen am Tiergarten I und II, am Verkehrsgarten und auf den Parkplätzen rund um Pfennigpfeiffer abstellen.

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Laut Stadtmanager Max Nottrodt dürfe auch in der Stadt geparkt werden, „wo es möglich ist, ohne den Verkehr zu behindern“. Nottrodt warnt ausdrücklich davor, Autos bei Edeka abzustellen. Dort werden von privaten Parkwächtern Knöllchen verteilt. Da es sich bei dem Supermarktparkplatz um Privatgelände handele, sei die Stadt für die Ahndung überzogener Parkzeit nicht verantwortlich.