Saale-Holzland. Was die ASB-Holzlandwerkstätten in Bad Klosterlausnitz alles zu bieten haben. Zum Tag der offenen Tür konnten sich Interessierte selbst ein Bild davon machen.

Theresa Foitzik findet es gut, dass ihr Arbeitgeber zu einem Tag der offenen Tür in die ASB-Holzlandwerkstätten in Bad Klosterlausnitz einlädt. „Dass Ihr mal unsere Arbeit kennenlernt und seht, was wir hier so machen“, sagt die 26-Jährige.

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Seit etwa sieben Jahren ist die Tröbnitzerin in den Holzlandwerkstätten beschäftigt. In den Werkstätten für Menschen mit Behinderung fühlt sie sich wohl. „Es gibt nichts, was verändert werden soll“, betont sie und zeigt ihre aktuelle Tätigkeit: das korrekte Falten von Anleitungen für ein Produkt des Hermsdorfer Unternehmens Schmeissner, das auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik tätig ist.

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Dass Interessierte einen Einblick in die Arbeitsbereiche der Holzlandwerkstätten bekommen und erfahren können, für welche Firmen Auftragsarbeiten durchgeführt werden, das seien zentrale Anliegen des Tages der offenen Tür, der am Donnerstag erstmals wieder seit der Corona-Pandemie durchgeführt wurde. Für unter anderem die Firma Komos in Bürgel, für Gera Leuchten, Tridelta Meidensha sowie die Micro-Hybrid Electronic GmbH in Hermsdorf werden in den ASB-Holzlandwerkstätten Auftragsarbeiten ausgeführt. Die Arbeiten seien heute, anders als noch vor vielen Jahren, als man nur mit einer Hauptfirma zusammenarbeitete, abwechslungsreich und durchaus anspruchsvoll, sagt Werkstattleiterin Angela Hiess.

Viele Projekte, Ausflüge, Wettkampfteilnahmen und persönlichkeitsfördernde Maßnahmen

Aber auch, was alles in verschiedenen Maßnahmen zur Persönlichkeitsförderung entsteht – wie etwa Getöpfertes – wurde präsentiert. Bildergalerien im Haus zeigen Beschäftigte der Werkstätten bei unterschiedlichen Aktivitäten: Vom Fußballspielen, über Nordic Walking, Boxen, Theater, Tischtennis, Kochen und Backen ist alles dabei.

Ronny Gretscher ist seit 1995 in den ASB-Holzlandwerkstätten beschäftigt - hier bei einem Auftrag für die Firma RSP, einem Hersteller von Saugbaggern und Spezialsaugtechnik. 
Ronny Gretscher ist seit 1995 in den ASB-Holzlandwerkstätten beschäftigt - hier bei einem Auftrag für die Firma RSP, einem Hersteller von Saugbaggern und Spezialsaugtechnik.  © OTZ | Ute Flamich

Dass es beispielsweise ein Projekt zum Thema „Leichte Sprache“ gibt, dass die Werkstätten mit ihren Beschäftigten an vielen Wettbewerben wie den „Special Olympics“ teilnehmen und dass viele Tagesausflüge organisiert werden, das konnten die Besucher zum Tag der offenen Tür ebenfalls erfahren. „Auch heute ist eine Gruppe beim Leichtathletikwettkampf in Jena und eine andere in Rudolstadt in einer Falknerei“, sagt Angela Hiess.

Für den Tag der offenen Tür hat man sich für die Besucher auch in der Küche der Werkstätten einiges einfallen lassen und ein kleines Verpflegungsangebot zusammengestellt.

Heiko Zeise und Ines Köhler-Zeise zeigen die köstlichen Häppchen, die sie gemeinsam mit Beschäftigten vorbereitet haben.
Heiko Zeise und Ines Köhler-Zeise zeigen die köstlichen Häppchen, die sie gemeinsam mit Beschäftigten vorbereitet haben. © OTZ | Ute Flamich

Nicht zuletzt werde derzeit auch gemeinschaftlich darauf hingearbeitet, das 30-jährige Bestehen des ASB-Kreisverbandes Saale-Holzland-Kreis zu planen. „Das wollen wir am 14. September mit einer öffentlichen Veranstaltung im Kurpark von Bad Klosterlausnitz begehen“, sagt Claudia Kirchner, Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes. Der Chronik zufolge ist der Verband am 1. September 1994 gegründet worden.

Auch Ronny Gretscher fühlt sich in den Holzlandwerkstätten wohl. Seit 1995 ist der 47-Jährige aus Rodigast Beschäftigter in Bad Klosterlausnitz. „Es macht Spaß hier“, sagt er.