Eisenberg. Von mittelalterlichen Rittern bis zu prächtigen Barockdamen: Die Besucher staunten über die lebendige Geschichte. Die Eisenberger zeigten ihre Verbundenheit zur Tradition, während die Spielmannszüge für Stimmung sorgten.

Wer am Samstag nach Eisenberg wollte, der wurde wahrscheinlich nicht nur einmal von der Polizei umgeleitet. Viele Straßen waren gesperrt, in der Eisenberger Innenstadt versammelten sich bereits viele Zuschauer, die den Festumzug zum „Mohrenfest“ sehen und den besten Platz dafür ergattern wollten.

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Der Festumzug fand unter strahlendem Sonnenschein statt. An den Straßenseiten drängten sich Besucher jeden Alters. Der Umzug bestand aus einer bunten Mischung aus lokalen Vereinen, ortsansässigen Firmen und anderen Gruppen. Verteilt wurden dabei nicht nur Süßigkeiten. Auch für die Erwachsenen gab es ausnahmsweise mal etwas vom Festwagen wie zum Beispiel frisches Bier.

Historische Gewänder beim Eisenberger „Mohrenfest“

Neben den aufwenig gestalteten Festwagen, hatten sich die Menschen allerlei Mühe mit ihrer Kleidung gegeben. Vom Mittelaltergewand bis hin zu aufwendiger Barockrobe mit gepuderter Perücke waren verschiedene Epochen vertreten, die zeigten, wie die Eisenberger in den vergangenen Jahrhunderten wohl ausgesehen haben.

Herzog Christian und seine Frauen Christiane von Sachsen-Merseburg und  Sophie Marie von Hessen-Darmstadt im historischen Outfit.
Herzog Christian und seine Frauen Christiane von Sachsen-Merseburg und  Sophie Marie von Hessen-Darmstadt im historischen Outfit. © Funke Medien Thüringen | Larissa König

Musikalisch gaben die Spielmannszüge ihr Bestes. Trotz der Wärme und dem Trubel saß jeder Ton. Mit dabei waren auch die Eisenberger aus der Pfalz, um die Städtefreundschaft hoch zu halten.

Landkreis feiert zeitgleich Jubiläum

Nachdem der Trubel entlang dem Steinweg etwas abgeebbt war, strömten die Besucher zu den unterschiedlichen Ständen am Marktplatz und entlang der Gassen. Wenige Gehminuten entfernt öffnete auch das Schloss seine Toren und bot Unterhaltung für Kinder auf dem Innenhof. Der Landkreis feierte sein 30-jähriges Bestehen.

Neben einer bunten Hüpfburg-Landschaft für die Jüngsten boten Feuerwehr und Polizei auf der Blaulicht-Meile einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Außerdem hatten Vereine und Einrichtungen aus dem Landkreis Infostände und Beratungsangebote parat. Zudem konnten die Besucher die Gelegenheit nutzen, um sich das Eisenberger Schloss anzusehen.

Ob zu Fuß, im Auto oder auf dem Trecker: Der Festumzug kam bei den Eisenbergern gut an.
Ob zu Fuß, im Auto oder auf dem Trecker: Der Festumzug kam bei den Eisenbergern gut an. © Funke Medien Thüringen | Larissa König

Die Ordnungshüter hatten viel zu tun, um den Festumzug sicher durch die engen Gassen Eisenbergs zu leiten. Fahrzeuge und Fußgänger hatten eigene Wege, die begeisterten Zuschauer mussten immer wieder daran erinnert werden die Straße nicht zu betreten, solange der Festumzug rollte. Zwischenfälle gab es jedoch keine.

Stadt Eisenberg sehr zufrieden

Die Stadt sei „extrem zufrieden“ mit der Auflage des „Mohrenfests“ zum 750. Jubiläum. Schätzungen zufolge sei es das Fest mit der höchsten Besucherzahl, was auch am Zusammenspiel mit dem Schlossfest anlässlich 30 Jahre Saale-Holzland-Kreis liegen könne. Etwa 15.000 Besucher sollen es von Freitagabend bis Sonntagnachmittag gewesen sein.

„Wir hatten zum Teil atemberaubende Resonanz“, sagt Stadtmanager Max Nottrodt. Höhepunkt war der Umzug mit rund 500 Teilnehmern. Mit dem Namen des Festes haderte niemand, so die Stadt. „Einige Gäste erkundigten sich nach der Herkunft des Namens, um die Bezeichnung einzuordnen“, sagte der Stadtmanager.

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Der von der Stadt als Souvenir erstellte O-Euro-Schein habe es Sammlern angetan. Er wird, so lange der Vorrat reicht, in der Stadtinformation erhältlich sein. Ein Highlight sei die Siegerehrung des Bambini-Laufs mit 180 Teilnehmern gewesen. Gewonnen haben die Martin-Luther-Grundschule und der Kneipp-Kindergarten An den Waldkliniken.