Saale-Holzland-Kreis. Warum es die Aktionswoche Alkohol gibt. Eine Suchtberaterin vom Verein Wendepunkt im Saale-Holzland-Kreis klärt auf.

Die Aktionswoche Alkohol ist eine Präventionskampagne. Jedes Jahr beteilige sich die Suchtberatung an der Aktion, weiß Franka Zobel, Leiterin der Suchtberatung beim Verein Wendepunkt in Eisenberg. „Wir haben den Auftrag für Beratung und Prävention“. Auch Öffentlichkeitsarbeit sei sehr wichtig. Vom 8. bis 16. Juni dauert die Aktionswoche Alkohol an. „Es geht nicht darum, Alkohol zu tabuisieren, aber darum, auf einen bewussten Umgang hinzuweisen“, sagt Zobel. Oft werde ohne Bedenken konsumiert. Gefahren seien zwar bewusst, jedoch seien viele überzeugt davon, dass sie selbst schon nicht betroffen sein würden.

Saale-Holzland-Kreis: Die Arbeit der Suchtberatung in Zahlen

Insgesamt 128 Schul-Präventionen seien im Jahr 2023 durchgeführt worden, also Kurse zum Thema Sucht, die sich an Schülerinnen und Schüler richten. Innerhalb dieser Kurse wurden laut Franka Zobel insgesamt 1417 Kinder und Jugendliche erreicht. Elf weitere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Elternabende, die den Fokus auf Sucht setzen, wurden 2023 umgesetzt. 956 Menschen nahmen daran teil. Insgesamt seien 380 zu Betreuende in der Suchtberatung gewesen, davon waren 329 Betroffene und 51 Angehörige. Von den 329 Betroffenen kamen 167 wegen Alkohol. Bei 148 Menschen lag eine Alkoholabhängigkeit vor, ein riskanter Konsum war bei 19 Menschen der Fall.

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Oft würden die Menschen erst in die Beratung kommen, wenn sie Auffälligkeiten bemerken. Daher lautet der Appell der Suchtberaterin: „Mut haben, offen ins Gespräch zu gehen, egal mit wem“. Wichtig sei es, offen mit dem Thema umzugehen. „Alkohol kann getrunken werden. Aber was für einen Umgang pflege ich damit?“, wirft sie fragend auf.

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Die offene Sprechstunde der Suchtberatung wird jede Woche von 13 bis 15 Uhr angeboten. Ein Termin ist nicht nötig. Auch telefonisch oder online sowie anonym können sich Menschen beim Verein Wendepunkt beraten lassen. Eine Begleitung mitzubringen sei ebenfalls kein Problem, versichert Franka Zobel.

Weitere Infos zum Verein Wendepunkt gibt es hier.

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