Eisenberg. Saale-Holzland: Steinmetzmeister Thomas Haase hat Eisenberg mit einem Symbol eine Riesenfreude bereitet.

Der Anruf kam eines Morgens im vergangenen Jahr. Ein Bekannter des Eisenberger Steinmetzmeisters Thomas Haase hatte im hiesigen Tiergarten einen Weichbildstein gefunden. Ob Haase Interesse daran habe. Er hatte. Am Samstag, 8. Juni, schenkte er das fertige Erzeugnis im Wert von rund 2500 Euro der Stadt zur 750-Jahrfeier. Der Stein fand seinen vorläufigen Platz in der Ausstellung zur Mohrensage im Stadtmuseum Eisenberg.

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„Ich habe diesen Stein gern für meine Stadt gefertigt“, sagt Haase, der sich eigenen Angaben zufolge schon von früher Jugend an für Stadtgeschichte nicht nur interessierte, sondern sich daran begeistern konnte.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Handwerker den Weichstein geborgen und Zug um Zug restauriert. „Ich habe unheimlich viele Zuarbeiten und Fotos von Eisenbergern erhalten, die ich in die Arbeit mit einfließen lassen konnte“, erzählt er. Zunächst entstand das Werk auf dem Papier, später wurde es dreidimensional. „Für einen Steinmetz ist das ja eine der leichtesten Übungen“, sagt Thomas Haase und lacht.

Eisenberg: Steinmetz will sich verewigen

Den Traum, sich in Eisenberg zu verewigen, träume er schon lange. Obwohl das eigene Denkmal eigentlich kein Traum ist: Haase ist unter anderem an der Restaurierung der Schlosskirche und des Mohrenbrunnens beteiligt. „Ich wollte aber etwas von mir aus machen“, erklärt Haase und streicht beinahe zärtlich über den Stein, der den Kopf des Mannes aus der Mohrensage zeigt, die Eisenberg in der Welt bekannt gemacht hat.

Bei näherer Betrachtung kann man die feinen Rillen in dem 138,5 Kilo schweren Stein erkennen. Maschinen seien bei der Restaurierung nicht zum Einsatz gekommen. „Jede Rille ein Schlag“, sagt Haase, der den Stein gemeinsam mit Stadtmanager Max Nottrodt in die Ausstellung geschleppt hatte.