Renthendorf. Renthendorf/Stadtroda: Familienfest in Renthendorf – was man mit dem Originellen Familienverein alles erleben kann.

Ein Verein, der seinen Nachwuchs selber zieht, dürfte in immer weiter ausdünnenden Vereinsstrukturen selten sein. Der Originelle Renthendorfer Familienverein um Vereinschef Mirko Schumann – kurz DORF e. V. – bekommt das hin. Und damit das Dorf alle paar Monate gemeinsam etwas unternimmt, veranstaltet der Verein etliche Feste im Jahr.

„Lange Zeit gab es im Dorf nur die Feuerwehr, doch wir wollten im Jahr mehr als nur einen Höhepunkt, das Maibaumsetzen“, sagt Vorstandsmitglied Christin Kettner. 2017 gründeten junge Renthendorfer den DORF-Verein. Nicht etwa als Konkurrenz zur Feuerwehr, sondern als Ergänzung. „Heute arbeiten wir Hand in Hand“, berichtet Kettner.  

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Jede Jahreszeit adelt der Verein mit einem festlichen Höhepunkt. Mit Himmelfahrt fing alles an, heute ist man einige Schritte weiter. An jedem ersten Januar-Wochenende trifft sich die Dorfgemeinschaft zum Neujahrsglühen, an jedem 2. Oktober findet das Kürbisfest statt. Hinzu kommen zwei Veranstaltungen für Senioren, eine im Sommer und eine zu Weihnachten, „damit die Älteren mal rauskommen“, sagt Christin Kettner.

Ein Jahr nach der Gründung veranstaltete der Familienverein zum ersten Mal sein Familienfest, das wegen Corona zwei Mal ausfallen musste. Die nächste Sommersause steigt am frühen Nachmittag des 22. Juni auf dem Sportplatz von Renthendorf.

Fünfzehn Mitglieder zählt der DORF e. V. aktuell, alle unter 40 Jahren. Im Verein gebe es jede Menge Babys und Kleinkinder, erzählt Christin Kettner. „Wir feiern meistens nachmittags bis in den frühen Abend, weil jeder von uns Kinder ins Bett bringen muss.“

Renthendorf: Familienstruktur im Mittelpunkt

Um Familienstrukturen geht es auch zum bevorstehenden Familienfest auf dem Sportplatz. Laut Kettner wird es wieder Teamspiele geben mit je einem Erwachsenen und einem Kind, wobei beide nicht miteinander verwandt sein müssen. Die Renthendorfer messen sich im Gummistiefel-Weitwurf, stechen einander auf dem Schubkarren-Parcours mit Wippe und Stangenslalom aus und absolvieren den berühmten Eierlauf, wobei ein Ei auf einem Löffel transportiert wird und nicht herunterfallen darf.

Erstmals beim Familienfest wird Bogenschießen angeboten. „Die Pfeile sind aber nicht spitz, sondern mit Saugnäpfen versehen“, kann Christin Kettner beruhigen. Die Familienspiele sollen gegen 15 Uhr beendet werden, gegen 16 Uhr trifft sich alles zum Entenrennen am angrenzenden Bach. Natürlich dürften Enten aus dem Vorjahr mitgebracht und zu Wasser gelassen werden, versichert Christin Kettner.

Die Besten werden prämiert

Zum Schluss des Festes werden die drei besten Enten prämiert, ebenso die drei Besten bei den Familienspielen. Als Preise gibt es Gutscheine für Aktivitäten, die man als Familie gemeinsam erleben kann. „Dieses Jahr wollen wir die Leute für den Kletterwald, das Freibad und für einen Kinobesuch begeistern“, verrät Kettner, die sich zum Fest über die Obstspende eines Einkaufsmarktes freut. „Zum Naschen ist das besser als Schokolade“, sagt sie.

Sollte es an diesem Tag heiß werden, müsse niemand Angst vor einem Hitzschlag haben. „Mit Wasserspielen und dem nahen Bach können wir für Abkühlung sorgen“, beruhigt Kettner. Wer sich bewogen fühlt, das Familienfest des Originellen Renthendorfer Familienvereins zu besuchen, kann gleich checken, ob er nicht vielleicht Mitglied werden und eigene kreative Ideen einbringen will. Die Renthendorfer würde es freuen.

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Termin: 22. Juni ab 13 Uhr Familienfest, Sportplatz Renthendorf. 13 bis 15 Uhr Familienspiele, ab 16 Uhr Entenrennen. 17 Uhr Konzert mit dem Jugendblasorchester Tröbnitz. Der Eintritt ist frei. Kontakt: dorfev.@web.de