Saalfeld. Hans-Peter Gaul, Reisejournalist aus Berlin, begleitet seit Jahren die Entwicklung seiner Heimatstadt. Das fällt ihm zur Festdekade ein.

Wenn ich heute Abend zum Start der Festdekade 1125 Jahre Saalfeld in der Johanneskirche meiner Heimatstadt bin, werden meine Gedanken auch 110 Jahre zurückgehen. Exakt am 31. Mai 1914, einem sonnigen Pfingsttag, hatten im ehemaligen Alaunschiefer-Bergwerk „Jeremias Glück“ die heute weltbekannten Feengrotten erstmals für Besucher geöffnet.

Hans-Peter Gaul an der Gralsburg im Märchendom der Saalfelder Feengrotten.
Hans-Peter Gaul an der Gralsburg im Märchendom der Saalfelder Feengrotten. © privat | Privat

Schon zu meiner Zeit an der Otto-Ludwig-Oberschule (OLO) hat mich die inzwischen als „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“ im Guinnessbuch der Rekorde stehende Saalfelder Touristenattraktion in den Bann gezogen. So konnte ich während der Sommerferien zusammen mit weiteren ehemaligen Schülern die in- und ausländischen Besucher durch die einzigartige „Saalfelder Unterwelt“ führen. Bis heute pflege ich meine Liebe zur märchenhaften Welt der Stalaktiten und Stalagmiten und der von Feengrottenchefin Yvonne Wagner maßgeblich entwickelten Erlebniswelt samt Feenweltchen am Stadtrand. Davon zeugen u. a. meine zahlreichen Reportagen und Beiträge in Print-, Online- und elektronischen Medien. So wird es für mich eine besondere Freude sein, wenn im Rahmen der „Saalfelder Filmnacht“ am Montagabend im Kino Capitol auch meine MDR-Reportage „Grotten-Kur & Schornstein-Tour“ von 2007 mit dem langjährigen technischen Leiter der Feengrotten, Bernd Lochner, gezeigt wird.

Den guten Namen der Stadt in die Welt tragen

Gern erinnere ich mich auch an die gemeinsamen Grotten-Besuche mit dem König von Allada (Benin), dem Direktor des holländischen Blumenparks Keukenhof, Henk Koster, und mit meinen Berliner Reisejournalistenkollegen. Saalfeld kann stolz auf diese Touristenattraktion sein, die ja der „Steinernen Chronik Thüringens“ nicht nur den weithin bekannten Beinamen als „Feengrottenstadt“ gebracht hat. Dem ersten deutschlandweit als Heilstollen genutzten Emanatorium verdankt Saalfeld ja auch seit 2017 den Titel „Kurstadt“. Noch bevor der 20millionste Besucher der Feengrotten in diesem Jahr begrüßt werden kann, wird am 15./16. Juni das traditionelle Feenfest zünftig gefeiert.

Wenn der Wahl-Berliner Hans-Peter Gaul in seiner Heimatstadt ist, darf die Thüringer Rostbratwurst nicht fehlen - hier vor dem Saalfelder Rathaus.
Wenn der Wahl-Berliner Hans-Peter Gaul in seiner Heimatstadt ist, darf die Thüringer Rostbratwurst nicht fehlen - hier vor dem Saalfelder Rathaus. © privat | Privat

Und auch daran denke ich heute Abend gern zurück: Vor nunmehr 25 Jahren am 31. Mai 1999 wurde ich zur 1100-Jahr-Feier der Stadt als Ehren-Grottenführer geehrt. Seitdem bin ich als „Saalfeld-Botschafter“ in Berlin sowie als Reisejournalist zwischen Nordkap und Kapstadt aktiv, bemühe ich mich, den guten Namen meiner geliebten Heimatstadt in die Welt zu tragen.

Ich wünsche Saalfeld, seinen Bewohnern und Gästen aus nah und fern erlebnisreiche, friedvolle Jubiläumstage im schönsten Landkreis Thüringens. Man sieht sich: „Glück auf!“

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