Saalfeld/Bad Lobenstein. Eine lebensbedrohliche Diagnose, eine schwere Krankheit oder der nahe Tod: Das sind Szenarien, die für viele Menschen schwer zu tragen sind. Dann ist es gut, wenn jemand zuhört.

Der ambulante Hospizdienst der Diakoniestiftung Weimar/Bad Lobenstein ist in der Region seit mehr als 20 Jahren eine verlässliche Hilfe, wenn es um Sterben, Tod und Trauer geht. Das Team begleitet zusammen mit vielen Ehrenamtlichen in den Landkreisen Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt schwer kranke, sterbende und trauernde Menschen. Hilfe und Beistand werden zu Hause, im Pflegeheim oder Krankenhaus geleistet, kostenfrei und unverbindlich, vertraulich und diskret, vor allem aber mit viel Liebe und Mitgefühl.

Christine Josiger, die zusammen mit anderen Engagierten diesen Dienst aufgebaut und ihm ein Gesicht gegeben hat, tritt nun in den wohlverdienten Ruhestand. In einer festlichen Andacht wurde sie von Rektor und Geschäftsführer Ramón Seliger, Kollegen und Weggefährten mit dankbaren Worten, vielen Geschenken und besten Wünschen verabschiedet. Ilka Jope und Marcus Sternberg vom Thüringer Hospiz- und Palliativverband waren gekommen, um die besonderen Verdienste von Christine Josiger für die Hospizarbeit zu würdigen.

Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt

Ab sofort werden ihre bisherigen Kolleginnen den Hospizdienst gemeinsam führen. Anke Schmidt ist Koordinatorin in der Region Bad Lobenstein und Schleiz. Alice Neumeister verantwortet die Arbeit in Saalfeld, Pößneck und Umgebung. Zum Team gehören seit Mai 2024 außerdem Anja Hanke aus Unterkoskau und Johanna Steinbock aus Wurzbach. Beide sind seit mehreren Jahren ehrenamtlich im ambulanten Hospizdienst tätig und wollen sich dort zukünftig noch stärker engagieren.

„Wir sind Christine Josiger sehr dankbar für ihr Engagement für unseren ambulanten Hospizdienst. Zu unserer großen Freude bleibt sie dem Dienst erhalten. An einem Tag in der Woche steht sie mit Rat und Tat zur Seite, wird auch die Gruppenabende der ehrenamtlichen Helfer in Oppurg weiterleiten“, sagt Martin Gebhardt, Geschäftsbereichsleiter Altenhilfe der Diakoniestiftung Weimar/Bad Lobenstein.

Das neue Team ist für alle hilfesuchenden Menschen da. Eine lebensbedrohliche Diagnose, eine schwere Krankheit oder der nahe Tod – das sind Szenarien, die für viele Menschen schwer zu tragen sind. Dann ist es gut, wenn jemand zuhört, Ängste versteht, Sicherheit gibt, Verständnis zeigt, Unterstützung anbietet, beratend zur Seite steht. Das ist nicht nur für die unmittelbar Betroffenen, sondern vor allem auch für die Angehörigen eine wichtige Unterstützung.

Gesprächspartner, Zuhörer und stille Begleiter

„Wir sind Gesprächspartner, Zuhörer, stille Begleiter, und damit möchten wir dazu beitragen, dass Gedanken und Gefühle geordnet werden können, um wichtige Entscheidungen zu treffen“, sagt Anke Schmidt. „Benötigen Sie unsere Hilfe? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!“, richtet sie an die Leser dieser Zeitung.

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Die Kontaktmöglichkeiten lauten: Bereich Bad Lobenstein/Schleiz: Anke Schmidt, Telefon 036651/39893989, Mail Hospiz.Lobenstein@diakonie-wl.de; Bereich Saalfeld/Pößneck: Alice Neumeister, Telefon 03671/52563991, Mail A.Neumeister@diakonie-wl.de.

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