Saalfeld-Rudolstadt. Henry Trefz über Geben und Nehmen in der Gastronomie

Es ist unser gutes Recht, zu klagen. Früher war in jedem Dorf eine Kneipe, waren Bier und Fassbrause spottbillig und wir mit einer Bockwurst, einer nicht mehr taufrischen Brotscheibe und Senf zufrieden. Nun klingt überall das ewige Mantra „Es geht ja alles den Bach runter!“ Überall zu, verstaubte Fenster und Schaukästen, wir sitzen im Carport auf dem Kasten Bier vom Discounter und nörgeln vor uns hin.

Oder könnte es sein, dass wir neuen Wirtsleuten eine Chance geben? Dass wir die Meckerlaune daheim lassen und die Preise zahlen, die marktgerecht sind? Wir müssen vielleicht nicht mehr so oft ins Lokal, doch irgendwie trotzdem regelmäßig.

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Natürlich, zwingen kann uns niemand. Gastwirte manchen ein Angebot. Annehmen muss es niemand. Aber, wer sich so entscheidet, verliert den Anspruch darauf, sich hinterher über verschwundene Gaststätten zu beklagen.

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Henry Trefz ist Reporter in der Lokalredaktion Saalfeld-Rudolstadt, schreibt Gerichtsreportagen und berichtet speziell aus den Regionen Schwarzatal und Königsee.
Henry Trefz ist Reporter in der Lokalredaktion Saalfeld-Rudolstadt, schreibt Gerichtsreportagen und berichtet speziell aus den Regionen Schwarzatal und Königsee. © HT | Henry Trefz

Er erwirbt ihn nur zurück, wenn er selber eine Kneipe aufmacht und die Preise anbietet, die er auch zahlen würde. Wenn er das länger als ein Jahr durchhält, gibt es hier eine Sonderkolumne. Versprochen!

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