Saalfeld/Rudolstadt. Gemeinschaftskonzert der Thüringer Symphoniker mit Musikschulen der Region in Saalfeld und Pößneck. In Rudolstadt wird es laut.

„Zukunftsmusik“ – das klingt nicht nur spannend, sondern ist eines der größten Projekte der Thüringer Symphoniker und beliebt noch dazu. Mitmachen können alle musizierenden Menschen der Region, die schon immer mal in einem großen Orchester und Pult an Pult mit den Profis spielen wollten.

Für eine längere Probenphase treffen sich die Symphoniker mit jungen und jung gebliebenen Musikschülerinnen und Musikschülern sowie ambitionierten Laien, um gemeinsam ein Konzertprogramm zu erarbeiten. Das geschieht in Proben mit dem gesamten Orchester, aber auch in kleineren Gruppen werden alle Instrumentalistinnen und Instrumentalisten von den Profis durch die Tücken der Partituren gelotst. Am Ende bringen rund 100 Musiker in zwei Konzerten das Geprobte zu Gehör.

Das Ergebnis der intensiven Arbeit ist am Freitag, 14. Juni, um 19.30 Uhr im Meininger Hof in Saalfeld und am Samstag, 15. Juni, um 19.30 Uhr im Schützenhaus in Pößneck zu erleben. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Oliver Weder spielen die Thüringer Symphoniker zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Kreismusikschulen Rudolstadt und Saalfeld sowie der Musikschule Saale-Orla Pößneck, und singen wird der Chor des Fridericianums Rudolstadt.

In diesem Jahr stehen Klassiker wie Mozart und Richard Strauss, aber auch moderne Komponisten wie Duke Ellington auf dem Programm. Sogar Pop wird gemeinsam mit dem Chor des Rudolstädter Friedericianum unter Leitung von Heide und Volkmar Haupt zu hören sein. Das Publikum kann sich u. a. auf Songs der Bands Kraftklub und Bukahara freuen. Aber das ist noch nicht alles. Denn in der ersten Hälfte der „Zukunftsmusik“ begeben sich Mutige auf eine ganz spezielle Reise mit dem Orchester. Junge Musikschülerinnen und Musikschüler trauen sich, als Solisten aufzutreten. Begleitet von den Profis zeigen sie in Auszügen aus großen Instrumentalkonzerten aus drei Jahrhunderten ihr Können – mit Flöte, Geige, Cello und Klavier.

Karten für die „Zukunftsmusik“ sind an den üblichen Vorverkaufsstellen des Theaters, telefonisch unter 03672/4501000 und auf der Website auf www.theater-rudolstadt.de erhältlich.

Marktschreier ab Donnerstag in Rudolstadt zu Gast

Die „Echte Gilde der Marktschreier“ gastiert von Donnerstag bis Sonnabend auf dem Marktplatz in Rudolstadt, mit den nach eigenen Angaben „besten wortgewandten Rappoverkäufern der Republik und Nudel-Kiri aus Italien!“ Erstmalig in Rudolstadt dabei ist Wurst-Toni, der die Nachfolge vom legendären Wurst-Achim antritt.

Die offizielle Eröffnung ist am Donnerstag, um 11 Uhr. Sie erfolgt mit dem obligatorischen Fassanstich und Freibier sowie einem originalen Marktschreier-Frühstück für alle anwesenden Gäste. Danach gibt es drei Tage volles Programm auf dem Marktplatz.

Käthe Kabeljau gehört zur Gilde der Marktschreier, die ab Donnerstag in Rudolstadt zu erleben sind.
Käthe Kabeljau gehört zur Gilde der Marktschreier, die ab Donnerstag in Rudolstadt zu erleben sind. © Jobo | Jobo

Ein Biergarten an der Fischmarkt-Klause lädt zum Verweilen ein. Für das leibliche Wohl sorgen Imbissbetriebe, wie Käthe Kabeljau mit Spezialitäten von der Waterkant, ein Münsterländer-Schwenkgrill, Crêpes, Eis und mehr.

„Selbstbestimmt Leben“ zieht von Schwarza nach Saalfeld

Seit Januar 2023 berät die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) des LV ISL in Thüringen e. V. Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, sowie deren Angehörige im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Jetzt zieht die Beratungsstelle von Rudolstadt-Schwarza in die Saalfelder Innenstadt um. „Die Beratung findet nach Vereinbarung ab dem 4. Juli 2024 in der Saalstraße 8, 07318 Saalfeld statt“, heißt es in einer Mitteilung.

Häufige Themen in der EUTB® sind zum Beispiel die Beantragung eines Grades der Behinderung, Teilhabe am Arbeitsleben, persönliches Budget, Wohnen mit einer Beeinträchtigung oder Umgang mit einer chronischen Erkrankung.

Der Landesverband „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben“ in Thüringen e. V. ist bereits seit 2018 Träger der EUTB®. Neben dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist der LV ISL in Thüringen seit dem 1. Januar 2023 auch für die Teilhabeberatung in der kreisfreien Stadt Weimar sowie im Landkreis Weimarer Land zuständig.

Zeugensuche nach Unfall mit verletzter Person

Rudolstadt. Bereits am 25.05.2024, einem Sonnabend, kam es in Rudolstadt auf dem Aldi-Parkplatz zu einem Unfall, sodass nun Zeugen gesucht werden. Zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr trug sich in der Anne-Frank-Straße in Rudolstadt/ Schwarza folgendes zu: Ein schwarzer SUV kollidierte beim Abbiegen mit einem Fußgänger. Die Fahrzeugführerin des SUV erkundigte sich nach dem Wohlbefinden des Seniors, welcher zu diesem Zeitpunkt noch keine Schmerzen verspürte. Daraufhin setzte die Fahrzeugführerin ihre Fahrt fort.

Nach ein paar Tagen verspürte der 84-Jährige jedoch Schmerzen und suchte daraufhin einen Arzt auf, welcher Verletzungen im Bereich des Oberkörpers feststellte und dokumentierte.

Zum Zwecke der weiteren Ermittlungen wird nun die SUV-Fahrerin gesucht. Sie soll zwischen 30 und 35 Jahren alt sein und trug mittelblondes, schulterlanges Haar sowie eine Brille. Die Fahrerin sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich unter Nennung der Vorgangsnummer 0147104 bei der Saalfelder Polizei zu melden.

Neue Bürgermeister in Königseer Ortsteilen

Thälendorf. Auch im Rinnetal sind am Sonntag die Kommunalwahlen abgeschlossen worden. Schon vor zwei Wochen war ein Großteil der Entscheidungen gefallen. Vor allem bei den Ortsteilbürgermeisterwahlen hatten die Wählenden selten eine tatsächliche Auswahl, weil meist die amtsinhabende Person oder eine Nachfolgende angetreten war, allerdings meist nur eine.

Die Ausnahme war Rottenbach, wo Amtsinhaber Ingo Krebstekies zwar wieder antrat, von Herausforderer Dirk Kittelmann allerdings geschlagen wurde. Er wolle nichts anders machen als sein Amtsvorgänger, erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion nach seinem Wahlsieg und sei auch dankbar, dass er vom Unterlegenen ausdrücklich Unterstützung bei der Einarbeitung zugesichert bekommen habe. Einige zusätzliche Themen wolle er aber auch in seine Amtsführung einbeziehen, welche das seien, da wollte er aber noch nicht konkreter werden.

Die Menschen in Thälendorf hatten am Sonntag vor zwei Wochen aber noch keine Klarheit. Das lag daran, dass sich niemand zur Wahl hatte aufstellen lassen. Die logische Folge: Die Wahlberechtigten hatten die Möglichkeit, selbst Vorschläge einzutragen. Davon machten sie bei einer Wahlbeteiligung von hohen 81,8 Prozent auch Gebrauch. Claudia Keßler (39,3 Prozent) und Peter Luge (29,5 Prozent) lagen dabei zwar vorn, doch eben nicht mit absoluter Mehrheit. Also hatten die Thälendorfer am Europawahl-Sonntag erneut die Aufgabe, sich zwischen den beiden zu entscheiden.

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Amtlich gefragt wurden beide vor dem Stichwahlgang nicht, doch intern hatte man sich abgesprochen, dass Claudia Keßler bereit sein würde, die Wahl anzunehmen. Das berücksichtigte offenbar auch das Wahlvolk, denn bei erneut hoher Beteiligung von immerhin noch 78,4 Prozent wurde Claudia Keßler mit 85,7 Prozent der Stimmen gewählt. Sie soll in der August-Sitzung des Stadtrates vereidigt werden. (ht)

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