Thorsten Büker über eine Verkehrssituation im Zentrum, die sich unerwartet entspannt.

Der Frust der Autofahrer über die Staus und die Haltung der Stadt, die sich in einem Satz zusammenfassen lässt: Es tut uns leid, aber es geht im Moment nicht anders.

Das war vor einer Woche. Selbst der Oberbürgermeister wirkte angesichts der chaotischen Zustände auf Jenas Straßen unzufrieden und spürte, dass die Verwaltung ungewollt Munition für den Wahlkampf lieferte. Immerhin musste der FDP-Fraktionschef seinem Parteifreund sekundieren, als der CDU-Herausforderer eine Entschärfung des Chaos` forderte und den OB aufforderte, endlich zu handeln. Chefsache! Mit „populistischen Scheinlösungen“ zeige CDU-Mann Stephan Wydra seine Unerfahrenheit, meinte nämlich Alexis Taeger.

Weitere Nachrichten aus Jena:

Eine Woche später schien Harry Potter in den Wahlkampf einzugreifen. Wie von Zauberhand verschwanden die Blechlawinen, quasi ein Finite Incantatem, ein Beendigungszauber, der alle Flüche auf einmal aufhebt. Im wirklichen Leben hat die Stadtverwaltung ein wenig nachjustiert und eine Problembaustelle entschärft. Wenn es so einfach ist, sollte es immer Wahlkampf geben.