Saalfeld-Rudolstadt. Henry Trefz über Schützengräben und anderen Motivlagen

Bei schönem Frühlingswetter stand ich neulich mit meinem Elektro-Auto - ich gehöre seit zwölf Jahren und bald 200.000 Kilometern zu den verblendeten Ausbeutern von bergarbeitenden Kindern im Kongo und Lithium-See-Schädigern in Zentralamerika - an einer Tankstelle, die seit dem Frühjahr auch zwei Ladesäulen für E-Autos hat. Ich habe nicht geladen, viel zu teuer. Zu Hause ist der Strom konkurrenzlos günstig (natürlich nicht gratis), weil er vom Solar-Dach kommt.

Fühlen Sie sich agitiert? Das würde ich bedauern, denn nichts dergleichen ist mir im Sinn. Ich habe 2004 zum ersten Mal gerechnet und entschieden. Diese Wahl hatten viele Hausbesitzer, erst jetzt folgt die Mehrheit daheim in meinem Wohngebiet. Jeder wie er denkt. Manche mögen anders rechnen oder finden, mehr Unabhängigkeit sei kein Wert an sich.

Henry Trefz ist Reporter in der Lokalredaktion Saalfeld-Rudolstadt, schreibt Gerichtsreportagen und berichtet speziell aus den Regionen Schwarzatal und Königsee.
Henry Trefz ist Reporter in der Lokalredaktion Saalfeld-Rudolstadt, schreibt Gerichtsreportagen und berichtet speziell aus den Regionen Schwarzatal und Königsee. © HT | Henry Trefz

Ich jedenfalls fand meine Entscheidung immer ökonomisch begründet. Und nur im größten Notfall würde ich Strom für den sechsfachen Preis an der Ladesäule wählen. Vielleicht liegt es daran, dass es so wenige Ladesäulen gibt. Ich Egoist habe nichts dagegen, dass sie trotzdem nicht überfüllt sind. Frohe Pfingsten!

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