Kommentar: Wann folgt der Schlussstrich?

Thomas Rudolph über die Diskussion um Mesut Özil.

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Das Thema kommt nicht zur Ruhe! Da diskutiert Fußball-Deutschland seit Wochen über die Rolle samt ihrer Auswirkungen von Mesut Özil vor und während der WM. Es schien kein Ende zu nehmen, bis sich nicht der letzte Mitspieler, DFB-Funktionär und Lokalpolitiker dazu äußerte.

Kaum wurde es um die Causa etwas ruhiger, schoss sich Deutschlands Verband – hier in Person von Bundestrainer Joachim Löw – ein Eigentor. Löw wollte mit seinem ehemaligen Lieblingsspieler ein klärendes Gespräch, doch ging dieser nicht ans Telefon und verweigerte ausgerechnet mit der Person ein Treffen in London, die ihn über Jahre forderte, förderte und in Schutz nahm.

Doch anstatt spätestens nach dieser unwürdigen Aktion Özils einen klaren Schlussstrich zu ziehen und das Kapitel auch öffentlich zu beenden, weint der Bundestrainer seinem Ex-Schützling immer noch nach und hofft auf das „abschließende, klärende Gespräch.“

Ich finde: das kann er gerne machen, meinetwegen auch mit Özil am hintersten Zipfel der Welt. Doch für die Fans werden sich aus einem etwaigen Gespräch keine Neuerungen ergeben. Özil wird nicht mehr für die DFB-Elf auflaufen, der Neuanfang mit neuen Spielern muss und wird auch so klappen, zumal Özil nun wirklich nicht unentbehrlich ist.

Wenn er sich missverstanden oder falsch behandelt fühlt, ist das seine Auffassung. Die Art des Abblockens gegenüber Löw sollte aber zu denken geben. Deshalb: Zeit, das Buch zu schließen und die Endlos-Diskussion zu beenden.

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