Erfurt. Während weiter Forderungen nach einer höheren Investitionsförderung für alle Kliniken im Raum stehen, setzt das Land verstärkt auf Einzelzuwendungen.

Um den Betrieb von Krankenhäusern wirtschaftlich zu sichern, wurde mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) eine duale Finanzierung eingeführt. Die Krankenkassen kommen für die laufenden Betriebskosten der Krankenhäuser auf, für die Investitionen etwa in Baumaßnahmen sind die Bundesländer zuständig. Dabei sollten die Zuwendungen etwa 5 bis 7 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Seit über zehn Jahren wird auch in Thüringen über die Investitionen gestritten. Zeitweise lagen sie hier sogar unter 2 Prozent. Die Landeskrankenhausgesellschaft (LKHG) sieht nicht zuletzt durch Inflation und Energiepreissteigerungen inzwischen einen landesweiten Bedarf von jährlich 200 Millionen Euro, um die Häuser am Laufen zu halten. Nach der Wende waren insgesamt 3,5 Milliarden Euro in die Modernisierung der Thüringer Krankenhauslandschaft investiert worden. Inzwischen gebe es vielerorts einen erheblichen Investitionsstau, sagte LKHG-Geschäftsführer Rainer Poniewaß.