Berlin. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die Gendersprache aus seinem Schriftverkehr gestrichen. Welche Formulierungen künftig gelten.

Im Bundesfinanzministerium (BMF) gibt es eine neue Orientierung im Umgang mit geschlechtergerechter Sprache. In einer internen Mitteilung, über die der „Spiegel“ berichtet, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, im Schriftverkehr auf Gendersternchen und andere Sonderzeichen zu verzichten. Diese Vorgabe gelte sowohl für die externe als auch für die interne Kommunikation, schreibt der zuständige Referatsleiter in der Hausmitteilung.

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Das Gendersternchen wird abgeschafft: Hintergrund der Entscheidung

Das BMF von Amtschef Christian Lindner (FDP) beruft sich bei seiner Entscheidung auf die für den Bund verbindlichen Vorgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung. Der Rat habe zuletzt im Dezember festgestellt, dass Schreibweisen etwa mit dem Genderstern „vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind“, heißt es in dem Rundschreiben, aus dem der „Spiegel“ zitiert.

Eine Sprecherin des Ministeriums betonte die Wichtigkeit einer geschlechtergerechten Sprache im Haus, wies aber darauf hin, dass man mit der Anwendung der Empfehlungen auch Klarheit schaffen wolle. Der Anstoß für diese Richtlinie kam auch direkt aus der Belegschaft, nachdem im BMF zuletzt verschiedene konträre Varianten kursiert waren.

NameChristian Lindner
Geburtsdatum7. Januar 1979
AmtFDP-Vorsitzender, Finanzminister
ParteiFDP
Parteimitglied seit1995
FamilienstandVerheiratet
Größe1,86 Meter
WohnortBerlin

Neue Vorgaben für gendersensible Sprache

Die Hausmitteilung empfiehlt nun, entsprechend den Empfehlungen des Rechtschreibrates, jeweils beide Geschlechter zu nennen, zum Beispiel „Schülerinnen und Schüler“, oder geschlechtsneutral zu formulieren.

'Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte zu dem Vorgehen im Bundesfinanzministerium, ihm seien „keine Bestrebungen“ bekannt, in der gesamten Bundesregierung ähnliche Vorgaben zu machen. Grundsätzlich sei es aber „richtig“ und „im Sinne der Bundesregierung“, ein „sehr verständliches Deutsch“ zu schreiben und zu sprechen.

(ew/dpa)

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