Washington/New York. Der Schweigegeld-Prozess Donald Trump nimmt immer bizarrere Formen an. Für Tickets im Gerichtssaal greifen Beobachter tief in die Tasche.

Der seit Tagen größer werdende Andrang beim Schweigegeld-Prozess um Donald Trump und den Porno-Star Stormy Daniels treibt seltsame Blüten. Vor dem Gerichtsgebäude in New York haben sich „Line Sitter“ etabliert; das sind Leute, die seit der Nacht in der Warteschlange ausharren, um zu Prozessbeginn gegen 9.30 Uhr ihren „Platz“ meistbietend zu verschachern.

Am Dienstag, vor dem Kreuzverhör mit Kronzeuge Michael Cohen, wurden nach Informationen dieser Zeitung Summen von bis zu 1000 Dollar gezahlt. Eine Passantin sagte laut US-Medien: „Die Anlage lohnt sich. Die Trump-Show ist besser als ein Broadway-Musical.“

Schweigegeldprozess: Ex-Anwalt Cohen belastet Trump

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    Der Prozess gegen Ex-Präsidenten Donald Trump ist in vollem Gange. Und es geht um einiges: Der Ausgang des Prozesses könnte nicht nur Trumps mögliche Wiederwahl beeinflussen, sondern im Falle einer Verurteilung drohen Trump auch mehrere Jahre Gefängnis.

    'Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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    Die Tickets für Cohens Aussage dürften auch besonders teuer gewesen sein, weil der Verlauf des Kreuzverhörs von vielen Beobachtern als entscheidend eingeschätzt wird: Cohen gilt im möglichen Schweigegeld-Skandal als wichtigste Scharnier zwischen Daniels und Trump. Trumps Sohn Eric twitterte live aus dem Gerichtssaal.

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