Schmölln/ Altenburger Land. Generationen im Wandel: Warum das Anderssein der Jugend ihren Weg zum Erwachsenwerden prägt.

Zu sagen, dass die jungen Menschen nur rumhängen und ihre Zeit totschlagen, ist natürlich sehr stark vereinfacht und pauschalisiert ausgedrückt. Man kann nicht so einfach eine ganze Generation über einen Kamm scheren. Natürlich hat jeder einen subjektiven Eindruck der jungen Menschen von heute, aber jeder Jugendliche ist anders. Hat andere Interessen, andere Wünsche, verschiedene Beweggründe, eben nicht abends in die Shisha-Bar zu gehen.

Stigmatisierungen und Pauschalisierungen sind nie gut. Und sie rauben im Endeffekt auch den Glauben in die jungen Menschen. Wer soll diese anspornen, wenn die erwachsene Generation sie so abschreibt? Natürlich ist jede Generation anders. Und anders ist eben immer schwer verständlich für die Vorgänger. Weil, sie haben es ja auch anders gemacht. Aber war das unbedingt besser? Kann man nicht sagen.

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In dieser aktuellen jungen Generation wird eben auf Anderes Wert gelegt. Und umgedacht. Das führt auch zu Verhaltensänderungen gegenüber den Eltern oder Großeltern. Und das liegt in der Natur der Sache und soll auch so sein. Aber, wichtig ist, dass man an die jungen Menschen glaubt. Und selbst, wenn sie rumhängen sollten und ihre Freizeit absitzen, dann arbeiten sie auch noch früh genug. Dann ist das einfach eine andere Art, erwachsen zu werden. Es verdient einfach, zwei mal hinzusehen, warum ein Mensch etwas tut.