Altenburger Land/Leipzig. Dieses Geheimnis lüftet die Leipziger Buchmesse: Tala T. liest aus 'RE-GENERATION' – eine Geschichte von Macht, Moral und ewiger Jugend.

  • Magische Momente im Forum Halle 4.
  • Premiere für junge Autorin Tala T. Alsted.
  • Die Vision einer unsterblichen Gesellschaft.

Sie ist jung, sie lebt und arbeitet im Altenburger Land und sie schreibt in ihrer Freizeit Bücher - unter dem Pseudonym Tala T. Alsted. Mit ihrem jüngsten Werk ist sie nun auf der Leipziger Buchmesse unterwegs und dort am Samstag, 23. März, auch live zu erleben.

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Ist das eine Premiere für Sie?

Absolut! Seit meiner Jugend komme ich regelmäßig als Besucherin auf die Leipziger Buchmesse. Seit 2022 bin ich mit eigenen Romanen am Stand des Selfpublisher-Verbands vertreten - in diesem Jahr in Halle 5/Stand B600 -, in dem ich Mitglied bin. Im vergangenen Jahr hatte ich dort bereits ein „Meet & Greet“, bei dem mich Leserinnen und Leser treffen konnten. Aber selbst aus meinen Büchern vorgelesen habe ich bisher noch nie auf der Leipziger Buchmesse.

Wie kam es dazu?

Zu der Lesung kam es auch über meine Mitgliedschaft beim Selfpublisher-Verband. Der vertritt über 1500 Autorinnen und Autoren, die ihre Bücher im Eigenverlag herausgeben. Das Selfpublishing ist in der Buchbranche inzwischen eine ernstzunehmende Größe geworden und der Verband ermöglicht seinen Mitgliedern Weiterbildungsangebote und vertritt ihre Interessen. Mir persönlich macht es einfach Spaß, alles am „Büchermachen“ auszuprobieren - vom Schreiben, übers Gestalten und Veröffentlichen bis zur Vermarktung. Gemeinsam mit der Autorin Gabriella Gruber habe ich mich beim Selfpublisher-Verband erfolgreich um eine Lesung beworben. Unter dem Titel „Wie erschafft man fremde Welten?“ erzählen und lesen wir nun.

Was stellen Sie der Hörerschaft und den Buchfans in Leipzig vor?

Ich lese aus meinem aktuellen Roman „RE-GENERATION - Neues Leben“. Den ersten Teil habe ich im letzten Jahr veröffentlicht und am 5. Mai erscheint der abschließende zweite Band „RE-GENERATION - Neue Wege“.

Wovon handelt der Neuling?

Meine Geschichte spielt in einer Zukunft, in der ewiges Leben kein Traum mehr ist. Dank der RE-GENERATION-Behandlung bleiben die Menschen jung und fit. Allerdings bringt das nicht nur Vorteile mit sich: Für Nachwuchs braucht man beispielsweise eine offizielle Genehmigung und die Mächtigen zementieren ihre Macht. Es gibt Rebellen im Untergrund, die für mehr Gerechtigkeit eintreten, und meine Hauptperson Sibel, die wirklich erst 24 Jahre alt ist, gerät dabei zwischen die Fronten.

Welche Botschaft möchten Sie Ihrer Leserschaft mitgeben?

Meine Geschichte erzählt von skrupellosen Mächtigen und idealistischen Wissenschaftlern, von Menschheitsträumen und Grauzonen der Moral. Mir geht es nicht darum, zukünftige Techniken im Detail zu beschreiben, sondern ich möchte zum Nachdenken anregen - und gleichzeitig eine spannende, mitreißende Geschichte erzählen. An den Techniken und Innovationen, die ich überspitzt beschreibe, wird bereits heute geforscht. Ich will fragen: Was wäre, wenn es uns gelingt, länger zu leben? Wäre das gut oder schlecht? Was könnte das für Folgen haben? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort, auch nicht im Buch.

Wofür steht Ihr Pseudonym Tala T.?

Mein Pseudonym Tala ist eine liebevolle Erinnerung an eine meiner ersten Romanfiguren - ein Roman, an dem ich während meiner Schulzeit einige Jahre lang geschrieben habe. Er wird höchstwahrscheinlich nie veröffentlicht werden. Zusammen mit dem T. ergibt es das schwedische Wort „talat“, das heißt: gesprochen. Das erschien mir für Literatur ganz passend.

Haben Sie bereits ein Thema für ein weiteres Buch im Kopf?

Ja. Das letzte halbe Jahr habe ich nur überarbeitet und kaum noch geschrieben. In dieser Zeit drängen sich mir schon verschiedene neue Ideen auf, die ich so lange zurückstelle, bis Teil 2 wirklich fertig und veröffentlicht ist. Aber es wird wieder eine Geschichte mit fantastischen Elementen werden. Ich mag es, wenn Dinge, die in Wirklichkeit nicht sein können, plötzlich den Alltag „stören“ oder verändern. Das Schreiben selber ist für mich Entspannung - wie ein Buch lesen, nur intensiver.

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Welche Veranstaltungen stehen für Tala T. in diesem Jahr noch an?

Die Chancen stehen gut, dass Teil 1 von „RE-GENERATION“ dieses Jahr noch als Hörbuch erscheint sowie beide Bände zur Frankfurter Buchmesse als ein Sammelband. Höchstwahrscheinlich werde ich also in Frankfurt sein und vielleicht auch wieder gemeinsam mit dem Schriftstellerverband Thüringen auf den Thüringer Buchtagen. Alles andere kündige ich ganz spontan auf meiner Website an.

Was versprechen Sie sich von Ihrem Messeauftritt in Leipzig?

Vom Messeauftritt verspreche ich mir mehr Sichtbarkeit für meine Bücher und nette Gespräche mit Leserinnen und Lesern. Viele „kenne“ ich aus dem regelmäßigen Austausch in sozialen Netzwerken wie Instagram. Buchmessen bieten die Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen.

Lesung „Wie erschafft man fremde Welten?“ mit Gabriella Gruber und Tala T. Alsted: Unter dem Titel „Wie erschafft man fremde Welten?“ erzählen und lesen die Autorin Gabriella Gruber und ich auf der Leipziger Buchmesse am Messe-Samstag, 23. März 2024, 11.00-11.30 Uhr, im Forum Halle 4.