Altenburger Land. Genuss und Gaukelei im Altenburger Land: Mittelalterspektakel auf Burg Posterstein bietet kulinarische und kulturelle Zeitreise.

  • Zeitreise zu Pfingsten im Altenburger Land.
  • Historisches Flair mit Rittern, Fakir und allerlei Händlern.
  • Genuss und Gaukelei im Altenburger Land.

Hochbetrieb zu Pfingsten auf dem Burgberg zu Posterstein. Alle Jahre wieder versammeln sich Menschen, um das Mittelalterspektakel vor den Toren der Burg Posterstein zu erleben.

Einige kommen in mittelalterlicher Bewandung, andere, wie es heutzutage üblich ist. Händler, Handwerker, Marktweiber, Spinnerin und allerhand für Leib und Seele. Dargebracht an den Ständen der Händler, die ebenfalls in altertümlicher Kleidung daherkommen, dafür aber einen durchaus schmackhaften Schmaus anbieten und ihre Waren feilbieten.

Für Leib und Seele ist ausreichend gesorgt auf dem Postersteiner Burgberg

Ungarischen Langos, böhmische Knödel, Roster und Kartoffelpuffer, Met und Odintrinks oder Beerenblut - für Speis und Trank war also bestens gesorgt. Wer wollte, konnte auch einiges erwerben: Holzwaren, allerhand Schmuck, mittelalterliche Gewänder und Kulinarisches. Den Kindern gefielen vor allem diverse Schwerter und Schilde. Da wanderte manch Taler in hölzerne Truhen, die als Kasse dienten.

Ausstellungsbesuch und genussvoller Blick vom Burgturm

Die Burgwache stand majestätisch auf der Eingangsbrücke und ließ die Passanten erst nach genauer Prüfung passieren. Die Besucher konnten Burg samt Ausstellungen in Augenschein nehmen und die Aussicht vom Turm genießen. Andere Burgwächter, die etwas jüngeren, gingen mit Relikten von der Burg hausieren. Mit Gesteinssplittern beispielsweise, die in einem kleinen Glas gegen eine Spende zu bekommen waren. Schließlich braucht man auf der Burg viel Geld, soll doch der Nordflügel bald wieder auferstehen. Da kommt jeder Taler recht.

Mehr über Burg Posterstein

Ritter kämpfen um Ruhm und Ehre und die Gunst des Publikums

Im Garten kämpften Ritter mit ihren Schwertern um Ruhm und Ehre und auf dem Turnierplatz, da wetteiferten die Ritter hoch zu Ross, wer der Beste sei und auch darum, ob die Burg, vor deren Toren man lagerte, momentan in Thüringen gelegen, vielleicht nicht doch wieder an die Sachsen geht. Das machten Graf Puster zu Stein, der Hausherr der Burg vor 500 Jahren, und Herzog Georg von Sachsen unter sich aus. Burkhardt von und zum Walde, der eher dem Wein zugetan war als dem Kampf mit der Lanze, gab sich dann als Drittplatzierter mit dem Schlüssel für den Weinkeller zufrieden.

Auch außerhalb der Arena geht es spektakulär zu: Der Kontrahent liegt nach dem Schwertkampf vor dem Café Zur eisernen Bank am Boden.
Auch außerhalb der Arena geht es spektakulär zu: Der Kontrahent liegt nach dem Schwertkampf vor dem Café Zur eisernen Bank am Boden. © Funke Medien Thüringen | Ulrike Grötsch

Im spannenden Finalkampf mit der Lanze besiegte schließlich der Burgherr den sächsischen Herzog und blieb der Herr des Hauses. Der Beifall der Thüringer ob des Sieges, den trug der Wind bestimmt bis Gera. Die Ritter sind alte Bekannte und kommen regelmäßig nach Posterstein.

Gahno, ein Mann, der mit Holz arbeitet und die Wollfrau namens Susan, kamen aus Fürstenberg an der Havel und waren zum ersten Mal in Posterstein dabei. Ihnen gefiel das Ambiente besonders gut, obwohl sie schon auf etlichen Mittelaltermärkten als Händler unterwegs waren, auch in Altenburg. Sie kennen den Veranstalter und auch viele der Händler. Man trifft sich eben irgendwo auf diesen Veranstaltungen immer mal wieder, erzählen sie. Wenn es gut mit dem Verkauf läuft, ist es schwierig, schnell für Nachschub zu sorgen. Die Arbeit mit dem Spinnrad braucht eben seine Zeit. Ist wieder genügend Vorrat geschaffen, geht es auf die nächsten Märkte.

Spiel, Musik und Unterhaltung für die gesamte Familie

Aufregend und spektakulär: Fakirshow mit Braxa-A auf Burg Posterstein.
Aufregend und spektakulär: Fakirshow mit Braxa-A auf Burg Posterstein. © Funke Medien Thüringen | Ulrike Grötsch

Auf dem Hauptplatz hatten es sich zahlreiche Besucher gemütlich gemacht. Der Blick von hier auf die Bühne ideal, die kulinarischen Stände dicht daneben. Das Duo Braxas-A führte eine Fakir-Show vor. Dreimal am Tag machen sie das, um das Volk zu unterhalten, erzählen sie.

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Die Höllenhunde spielten mit Dudelsack und Pauke mittelalterliche Klänge. Eine junge Familie aus Wünschendorf war mit ihren Kindern erstmals vor Ort und fand es toll. Sie hatten von dem Mittelalterspektakel gehört und wollten sich nun selbst ein Bild machen. Auch viele aus dem Sächsischen und anderen Regionen waren mit ihren (Benzin)-Kutschen nach Posterstein gekommen, um Pfingsten in jenem besonderen Mittelalterambiente zu genießen.

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