Altenburger Land. Altenburger Land: Thomas Großmann setzt auf Familien und Infrastruktur. Ohne Fraktion und damit ohne Hausmacht im Stadtrat zu sein, sieht er als Vorteil.

  • Lebensqualität in Gößnitz: Großmanns Visionen.
  • Fokus legen auf Familienförderung.
  • Gößnitz soll mit guter Infrastruktur punkten.

Unter den Bewerbern für das Bürgermeisteramt in Gößnitz gilt er als der große Unbekannte: Thomas Großmann. Ihn hat die CDU ins Rennen geschickt um den obersten Posten im Gößnitzer Rathaus. Dabei ist der Volljurist mit eigener Kanzlei in der Leipziger Gottschedstraße ein waschechter Gößnitzer und in der Pleißestadt entsprechend tief verwurzelt.

Einer der Lieblingsorte von Thomas Großmann ist der Garten hinter seinem Haus in der Gößnitzer Oststraße. Hier sitzt er gern, genießt die Sonne und vor allem die Ruhe. „Hier lärmt kein Straßenverkehr. Höchstens der Hahn des Nachbarn kräht“, sagt er und krault dabei Hailey. Die English-Setter-Dame ist süße 18 Monate jung und entsprechend verspielt.

Gößnitz - ein guter Ort für Familien mit Kindern

Hunde gehören zum Leben des Thomas Großmann dazu. Selbst als Student und später junger Anwalt in Leipzig hatte er einen solch‘ vierbeinigen Freund stets an seiner Seite. Die längste Zeit ohne Hund war er in Gößnitz, wohin er 2009 zurückkehrte. Er sanierte sein Haus, gründete mit seiner Frau Friederike eine Familie, hier wachsen seine Kinder - 7 und 9 Jahre alt - auf.

Nach Gößnitz zurückkommen und sich wohlfühlen - das fiel Thomas Großmann nicht schwer. „Dadurch, dass ich hier aufgewachsen bin“, erklärt er. Freundschaften aus Kindertagen und Schulzeit waren schnell reaktiviert und sind bis heute gut gepflegt. In der Wendezeit und Anfang der 1990er war er außerdem in der Gößnitzer Kommunalpolitik aktiv, sein Engagement damals stellte er jedoch aufgrund des Studiums und des Aufbaus seiner Kanzlei erstmal hinten an. Im Gemeindekirchenrat ist Thomas Großmann indes seit Jahren eine feste Größe. Was er besonders schätzt an Gößnitz? „Ich mag die Ruhe hier schon sehr“, wiederholt er.

Kinder wachsen in Gößnitz in einem guten Umfeld auf, sind nah dran an Natur und Wald. Das halte ich für ein großes Glück.
Thomas Großmann

In seinen Augen ist das Lebensqualität. „Und ich denke, mit dieser Ansicht bin ich nicht allein.“ Und wenn man Kinder hat, weiß man auch das zu schätzen: Sie wachsen in Gößnitz in einem guten Umfeld auf, sind nah dran an Natur und Wald. „Das halte ich für ein großes Glück.“

Infrastruktur - ein Pfund, mit dem die Stadt Gößnitz wuchern sollte

Für ihn ist all dies ein großes Pfund, mit dem Gößnitz viel mehr wuchern sollte. Beispielsweise bei Großstädtern im nicht fernen Leipzig, das noch dazu mit der S-Bahn von Gößnitz aus schnell zu erreichen ist. „Finden sie dort mal eine große, bezahlbare Wohnung für eine vierköpfige Familie?“, fragt er rhetorisch.

In Gößnitz gebe es die, dazu noch eine tolle Infrastruktur mit S-Bahn, schnellem Internet unter anderem für die Arbeit im Homeoffice und außerdem mit allem, was man zum Leben braucht vor der Haustür. Kindergarten, Grund- und Regelschule, Ärzte, Apotheke, Lebensmittelgeschäfte, gute Anbindungen nach Gera, Chemnitz und Leipzig, zählt Thomas Großmann auf.

Alles über die Gößnitzer Bürgermeisterkandidaten auf einen Blick

„Es muss doch möglich sein, damit junge Leute und Familien nach Gößnitz zu locken“, sagt er. Natürlich könne man als Stadt auch auf Gewerbeansiedlung setzen, damit die Steuereinnahmen sprudeln. Aber das sollte nicht das einzige Pferd im Stall sein für die Kommune, fügt er hinzu.

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„Wir müssen es schaffen, wieder ein paar Leute reinzuholen, statt dass die Jugend abwandert“, nennt er eines seiner Ziele, wenn er das Vertrauen als Bürgermeister bekommen sollte. Freilich: soll das gelingen, darf dann nicht der letzte Arzt seine Praxis zu machen. „Wir müssen die wichtigen Dinge im Ort halten“, sagt er hier. Wie beispielsweise die Post. „Wir haben einen Laden in der Stadt, wo es Schreibwaren, Lotto und Zeitschriften gibt. Dort würde ich zuerst nachfragen, ob der nicht auch die Postleistungen übernehmen möchte“, erklärt Großmann.

Thomas Großmann traut sich den Bürgermeisterposten zu

Dass er sich den Bürgermeisterposten zutraut, daran lässt Thomas Großmann keinen Zweifel. Als Volljurist mit Befähigung zum Richteramt habe er die Sachkenntnis und auch den strengen Blick dafür, was geht und was nicht. Seine langjährige Praxiserfahrung als Anwalt sieht er als zusätzliches Plus. Denn: „Ich arbeite mit ganz vielen Menschen aus allen sozialen Schichten. Und ich weiß: Man muss die Menschen nehmen, wie sie sind. Ich kann das.“

Keine Hausmacht im Stadtrat - ein Vorteil für die Stadt

Dass er als CDU-Kandidat keine eigene Hausmacht, keine eigene Fraktion im Gößnitzer Stadtrat hinter sich hat, sieht er nicht als Nachteil. Im Gegenteil: „Da muss ich keine Rücksicht nehmen auf die Leute in einer eigenen Fraktion. Ich kann offen sein gegenüber Ideen von anderen Seiten. Schließlich hab ich die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen“, begründet er. Er sieht das ganz pragmatisch: „Nicht verklüngelt zu sein, kann ein großer Vorteil sein für die Stadt.“ Ebenso wie seine Kompromissfähigkeit für die Arbeit mit dem Stadtrat, die er von Berufs wegen mitbringe.

Warum er Bürgermeister der Stadt Gößnitz werden möchte? „Ich will einfach was bewegen“, begründet er seine Bewerbung. „Wir Deutschen können ganz hervorragend meckern. Aber keiner ist bereit, etwas zu tun. Herum mosern ist jedoch nicht so meine Sache. Ich jedenfalls will mich hinterher nicht ärgern, dass ich es nicht probiert habe.“

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