Altenburger Land. Keramikmeister zeigen in Kohren-Sahlis ihr Können. Ein Fest für die Sinne beim traditionellen Töpfermarkt, den man auch im Altenburger Land schätzt.

  • Töpfermarkt feiert Kohren-Sahlis‘ Jubiläum.
  • Handgefertigte Keramik begeistert nicht nur in Sachsen.
  • Zahlreiche Ausflügler aus dem Altenburger Land.

Auch im Altenburger Land ist Kohren-Sahlis eine gute Adresse: nämlich dann, wenn zum Töpfermarkt dorthin eingeladen wird. Am Pfingstwochenende erlebte dieser seine 29. Auflage und diesmal sogar im Schein des 1050-jährigen Ortsjubiläums.

Der Newsletter für das Altenburger Land

Alle wichtigen Informationen aus dem Altenburger Land, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Bis zu 40 Gebrauchs- und Kunstkeramiker aus Deutschland, Ungarn und Italien boten am Pfingstwochenende in Kohren-Sahlis rund um den Töpferbrunnen wieder jede Menge handgefertigte Tassen, Teller, Krüge, Schüsseln, Schmuck bis hin zu illustren Figuren an.

Keine Massen- oder Billigware in Kohren-Sahlis

„Seit 1500 vierzig und acht werden hier Töpfe und Schüsseln gemacht“ - so kündet ein Spruch in altdeutsch an der Fassade der legendären Kohrener Töpferwerkstatt Arnold von der Geschichte der Gebrauchs- und Kunstkeramikfertigung in diesem sächsischen Städtchen. „Alle unsere Erzeugnisse werden heute noch in Handarbeit gefertigt. Diese ist keine Massen- und deshalb auch keine Billigware“, so Karina Werner, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Töpferei Arnold.

Besucherstrom ebbt nicht ab auf dem traditionellen Töpfermarkt

Der Besucherstrom auf dem 29. Töpfermarkt ebbte Samstag und Sonntag nicht ab. Immer wieder nahm man neugierig die unterschiedlichen Töpfereierzeugnisse, die jeweils auf der Drehscheibe oder per reiner Handformung gefertigt wurden, in Augenschein. Am Stand der Töpferei und Keramikschule von Reinhard Keitel aus Weimar befühlten jetzt Martina Kullak und Claudia Köhler aus Thräna jeweils eine Kanne und große Schale in weinrot. Zudem freuten sie sich noch über den Hallenser Volkhard Brock, der in mittelalterlicher Bürgertracht gerade auf seiner Klarinette das Lied „Bei mir bist du schön“ passend zu dem kunstvoll aus Ton gefertigten Geschirr spielte.

Denn auch unterhaltsame Einlagen bereicherten das Töpfermarktgeschehen. Dazu gehörten unter anderem Einladungen in das Töpfermuseum, das Kinderprogramm im Hof des ehemaligen Rathauses, Informationen über die 1050-Jahr-Feier von Kohren-Sahlis und eine Tombola.

Nicht nur an Töpferständen gab es viel zu entdecken

Neben den Töpferständen bot man auch Naturprodukte aus dem ländlichen Raum an und ein Korbmacher zeigte schon mal, wie man aus Ruten einen Korb flechten kann. „Jetzt genießen wir bei der Bäckerei Reiße noch Kaffee und Kuchen, ehe es wieder über die Landesgrenze geht“, sagte Frieder Heling aus Altenburg, nachdem er noch über das Angebot des ungarischen Kunstkeramikers Arpad Takacs aus Budapest gestaunt hatte.

Musik und exotische Instrumente locken Besucherscharen an

Dessen Mitarbeiter Laszlo präsentierte vor allem sogenannte buntfarbene Ocarinas, also kleine durchlöcherte Blasinstrumente in Muschelform aus Ton. Und schon lockte Händler Laszlo mit einem Lied, das er genauso wie mit einer Flöte spielte, wieder eine Zuschauertraube an. Auch am Stand von Töpfer Sebastian Steuernagel aus Crimmitschau herrschte echt Bewegung in der Keramikware. Imposant drehten da Windräder auf Tonpyramiden, die Klein-Benjamin staunen ließen: „Mutti, so eine kleine schöne Windmühle kaufen wir!“

Aber auch die Steuernagelschen Keramik-Gartenfackeln nahm man gerne mit nach Hause. Sehr interessant fanden Besucher auch die Zier- und Gebrauchskeramik von Töpfermeisterin Petra Ludwig. Die Crimmitschauerin beeindruckt mit filigraner Durchbuchtechnik, bei der sie mit der Hand formt und dabei ohne Schablonen arbeitet. Meisterstücke entstehen so auch in Form von mit Blüten bestückten Keramiken und werden zum Blickfang. Aber auch Keramikmeisterin Annett Fischer aus Zedtlitz und Töpferin Mareike Rauschenbach, die jeweils eine Werkstatt in Streitwald und in Meerane führt, brillierten laut Kunden mit „Keramik für die Seele“.

Aktuelle Nachrichten aus dem Altenburger Land